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Der Turmbau basiert auf blindem Verständnis

Tag der Forscher Der Turmbau basiert auf blindem Verständnis

Am bundesweiten Tag der kleinen Forscher erkundeten die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätte "Im Brand" die vielfältige Welt der Kommunikation.

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Blind folgt „Roboter“ Jakob den Anweisungen von „Programmierer“ Martin. Rita Wallbott schaut zu.Foto; Karin Waldhüter

Kirchhain. Die Augen hält der sechsjährige Jakob fest geschlossen. Hinter ihm steht der vierjährige Martin und gibt Anweisungen. „Nimm deine rechte Hand und hebe den runden Klotz auf“, fordert „Programmierer“ Martin mit Unterstützung von Erzieherin Rita Wallbott. Die Aufgabe: Durch möglichst genaue Angaben soll „Roboter“ Jakob einen Turm aus Klötzchen bauen.

Im Turnraum schickt die dreijährige Greta mit Hilfe eines Seils und Wellenbewegungen eine Nachricht an die vierjährige Julia. Dort erforschen die Kinder, wie die Übertragung durch Schallwellen funktioniert. „Kommunikation funktioniert nur, wenn einer spricht, und der andere zuhört“, erklärt Erzieherin Kornelia Fiolka und zeigt den Kindern, dass sie mit dem Schicken einer Nachricht warten müssen, bis die Wellenbewegung des Seils bei ihnen angekommen ist. Im Mittelpunkt der letzten Station steht die Fertigung eines Buttons, auf dem steht, was die Kinder mögen. „Über die Anstecker kommen sie schnell ins Gespräch und lernen sich so besser kennen“, sagt Christiane Michel-Kraft.

Am Ende des Tages erhält jedes Kind ein Forscherdiplom. Seit 2011 nimmt die Kindertagesstätte „Im Brand“ an der Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“ teil. „Wir wollen bei den Kindern den Forscherdrang wecken. Die Kinder lernen, den Dingen auf den Grund zu gehen“, erklärt Leiterin Sabine Balzer. Regelmäßig bilden sich die Erzieherinnen in Workshops der Stiftung weiter, um die Jungen und Mädchen beim Erforschen naturwissenschaftlicher Phänomene, technischer und mathematischer Fragestellungen im Alltag zu begleiten. Die Kita hat sich „Kommunikation“ zum Jahresthema gemacht. Megafon, Gebärdensprache und Brailleschrift werden im Jahresverlauf genauso Thema sein, wie digitale Kommunikation, Symbole im Alltag, Buchstaben, Ziffern, und vieles mehr.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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