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Der Trend zum Zweitgebiss

Weiberfasching Der Trend zum Zweitgebiss

„Weiberfasching Helau, Helga Helau und Häschen Hüpf“ hieß es am Freitagabend zum zweiten Mal im ausverkauften Niederkleiner Bürgerhaus.

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Maria März (rechts) zeigt Anke Ludwig ihr etwas zu groß geratenes Familiengebiss.

Quelle: Sophie Kaufmann

Niederklein. Auch das zweite Revival des Gleer Weiberfaschings war ein Erfolg. Trotz Saalvergrößerung zum Vorjahr waren die Karten Wochen vorher ausverkauft.

Gemeinsam mit ihrem Hofstaat zog Prinzessin Helga I. in den Saal ein, begrüßte ihr Gefolge im Saal und gleich darauf begann das bunt gemischte Programm. Die kleinsten des SV Niederklein, die Dance Kids, kamen mit dem Piratenschiff nach Niederklein, die Crazy Birds vom Sportverein tanzten als Schulkinder über die Bühne und die Kolpingfunken vom NKC zeigte mit ihrem Gardetanz akrobatisches Können. Die Blackpearls vom Sportverein Niederklein nahmen die Närrinnen mit auf eine Zeitreise von den 70er-­Jahren bis heute.

In einem Interview erfuhr Karla Kolumna (Kristin Ludwig) exklusive Infos aus dem Leben der Prinzessin Helga I. (gesprochen von Sarah Stenzel). Helga hatte unter anderem im Vorjahr einen Volkshochschulkurs Gleer Platt belegt und übte fleißig mit den Närrinnen im Saal einen Trinkspruch: „Haho, hahee mir sei voo Glee, ean dreanke Schnabs en Bäier dorchenee!“ Sie berichtete außerdem von ihrer Beziehung zu Ostern und ihrem Trauma der letzten Kirmes. „Die Burschen der Burschenschaft haben mich in die Spülmaschine gesteckt!“, schluchzt die Prinzessin.

Cowboys und Indianer

Bei einem Kaffeeklatsch trafen sich Gerti Botthof und Moni Schönhals. Auf Platt und hochdeutsch unterhielten sie sich über einen Besuch beim Frauenarzt und diskutierten unter anderem über die Frequenz der Arztbesuche. „Der sieht mich im Leben nicht mehr wieder“, erklärte Moni Schönhals in Gleer Platt. Beim Arzt war auch Maria März, jedoch beim Zahnarzt. Im Zwiegespräch mit Anke Ludwig stellte sie die Vorteile eines Familiengebisses vor. „Meinem Mann passt’s wie angegossen. Mir ist’s etwas zu groß, aber es wird dem mit dem größten Maul angepasst!“ Der Trend gehe auch zum Zweitgebiss, das gebe es schon in allen Farben, sogar schwarz für Trauer.

Ein närrisches Jubiläum feierte Christoph Grimmel als Jong aus Glee mit seiner 100. Büttenrede. Als Nonnen wurden Angie Brand und Ann-Sophie Schmid verfolgt. „Eine Nonne, die ihr Gewand kurz hebt, ist eben schneller als ein Mann, der die Hose runterlässt“, erklärte Angie Brand ihre erfolgreiche Flucht.

Verstärkten Sicherheitsvorkehrungen im Saal galten hohem Besuch aus Übersee. Donald Trump (Christoph Grimmel) stellte sich als neuer Kandidat für die Burgerking-Wahl vor und forderte die Närrinnen auf: „Say no to the old Ahndorfer Hänsche!“ Anschließend tanzten die Gleer Nautnotze zu Aerobicübungen. Als vierte und letzte Gruppe des SV Niederklein kamen die Tanzperlen und ritten als Cowboy und Indianer durch den Saal.

von Sophie Kaufmann

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