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Der Park soll "geschmeidiger" werden

Bürgerpark I Der Park soll "geschmeidiger" werden

Das Großprojekt "Sonnensegel" ist abgeschlossen. Doch der Förderverein und die Stadt Neustadt sind mit der Weiterentwicklung des Bürgerparks noch lange nicht fertig.

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Mit einem einfachen Knopfdruck auf der Fernbedienung hat Alexander Milewski (rechts) das neue Sonnensegel ausgefahren. So können er, seine Stellvertreterin Birgit Gatzweiler und Bürgermeister Thomas Groll entspannt im Schatten stehen.Foto: Florian Lerchbacher

Neustadt. Stolz greift Alexander Milewski in die Brusttasche seines Hemdes, fördert eine Fernbedienung zutage und fährt das Sonnensegel vor dem Wallgrabenpavillon aus. Es sei dringend notwendig gewesen, die elektronisch gesteuerte Variante zu nehmen, sagt der Vorsitzende des Fördervereins Bürgerpark: „Wir haben schlicht nicht genügend Leute, die ein so großes Sonnensegel aufbauen könnten. Und so ist es einfach unkompliziert und schnell veränderbar.“

Insgesamt 50000 Euro investieren Stadt und Verein innerhalb von zwei Jahren in Neustadts grüne Lunge. Aus den eigenen Kassen kommen jeweils 9000 Euro, rund 32000 Euro fließen aus Leader-Mitteln der Europäischen Union. Mit dem Geld werden verschiedene Projekte umgesetzt - viele auch in Eigenleistung.

So haben Milewski und Schriftführer Karl-Joseph Lemmer bereits die Ärmel hochgekrempelt und die inzwischen zu klein gewordene Rundbank von der Weide am Pavillon versetzt und um den Baum eine neue errichtet. Ebenso erledigt ist die Dachrinnensanierung am Pavillon. Und auch in einen Wetterschutz für die Hütte auf ­Höhe des Kleinkinderspielplatzes haben die Neustädter Geld investiert.

Als nächstes sollen der Außen- und Innenanstrich der Schutzhütte und Pflasterarbeiten an verschiedenen Stellen erfolgen. Wege entlang der Teichmauer und die Strecke von der Allee zum Teich haben bereits eine neue Deckschicht bekommen, damit sie bei Nässe besser begehbar sind. Des Weiteren sind der Einbau eines Bodentrampolins und das Aufstellen von zwei Kleinfeldtoren geplant, um Kindern und Jugendlichen neue Spielmöglichkeiten zu bieten. Noch dazu will der Verein sechs Holzstehtische anschaffen.

"Wasserflächen erlebbar machen"

„Viele Städte und Gemeinden beneiden uns um den Bürgerpark mitten in der Stadt - zumal es hier mit Flohmärkten, dem Boulespiel und den Sommerkonzerten regelmäßig Leben gibt“, stellt Groll heraus und erntet die Zustimmung Milewskis. Doch die Neustädter ruhen sich auf den Lorbeeren nicht aus und sind mit ihren Planungen noch lange nicht am Ende: Beim Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ soll der Bürgerpark in den Blickpunkt rücken. So wurden bereits Fördermittel in Höhe von 15000 Euro für eine Machbarkeitsstudie zur Weiterentwicklung der Anlage beantragt: „Wir wollen den Park nicht grundlegend verändern, aber das eine oder andere etwas umgestalten“, sagt der Bürgermeister und ergänzt: „Man kann sagen, dass wir ihn insgesamt geschmeidiger machen wollen.“

Geht es nach seinem Geschmack, muss es zum Beispiel an der Betonmauer am See Veränderungen geben. „Außerdem würde ich gerne die Wasserflächen erlebbar und bespielbar machen“, sagt er und nennt den Stadtallendorfer Heinz-Lang-Park als Beispiel: „Es ist toll, wie die Kinder dort mit Wasser spielen können.“ Und so will er gemeinsam mit Wolfram Ellenberg, dem Ersten Stadtrat, das Neustadt-Treffen bei Coburg nutzen, um sich dort Inspiration im Park „Villeneuve sur Lot“ holen, in dem es zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung gebe: „Wir wollen den Park anschauen, mit unserem vergleichen und überlegen, was sich gegebenenfalls übernehmen lässt.“

Doch auch die Bürger sollen ein Wörtchen mitreden. Es ist zumindest geplant, rund um die Machbarkeitsstudie auch die Neustädter zu Wort kommen zu lassen, um auf ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ansprüche eingehen zu können und zusätzliche Ideen zu bekommen.

Und dann wartet Groll noch mit einem Appell an seine Mitmenschen auf, die Angebote im Bürgerpark auch zu nutzen: „Der Förderverein ist sehr rege - er sollte aber auch durch den entsprechenden Besuch seiner Veranstaltungen belohnt werden.“

von Florian Lerchbacher und Klaus Böttcher

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