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Der Motor des Dorfes

40 Jahre Der Motor des Dorfes

Oh, wie schön ist Himmelsberg! Seit 40 Jahren sorgt der Verschönerungsverein dafür, das Dorf rundum in Schuss zu halten. Zum Jubiläum feierten die Mitglieder einen Kommers.

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Ausrangiert und doch von Nutzen

Die Gründungsmitglieder: Hanne Jennemann (hinten, von links), Reinhold Jennemann, Hildegard Weitzel, Christa Preis, Paul Bromm, Herbert Feußner, Franz Sattler und Willibald Preis sowie Alfons Preis (vorne von links), Otto Boland, Paul Bodenbender, Carla Cunz, Vroni Bromm, Elisabeth Preis und Ludwig Lecher.

Quelle: Yanik Schick

Himmelsberg. Von der Neugestaltung des Kirchplatzes über den Bau der Grillhütte bis hin zur Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses vor drei Jahren - der Verschönerungsverein hat alle großen Projekte der vergangenen 40 Jahre in Himmelsberg begleitet.

„Die Mitglieder haben die lange Zeit genutzt. Das merkt jeder, der dieses schöne Dorf betritt“, sagte Kirchhains Erster Stadtrat Dietmar Menz in Vertretung des Bürgermeisters. Etwa 50 Gäste waren zum Festkommers an die Grillhütte gekommen. Ein symbolträchtiger Ort für die Feier, denn ohne das Engagement des Verschönerungsvereins wäre das 1983 gebaute Gelände am Dorfrand wohl nie entstanden.

In den 40 Jahren Geschichte gab es nur einen einzigen Vereinsvorsitzenden: den Stadtverordnetenvorsteher Willibald Preis, der im Jahr 1975 gemeinsam mit 27 anderen Himmelsbergern die Gründung initiiert hatte. „Wir wollten das Dorf in seiner Schönheit erhalten und die typisch dörflichen Anlagen pflegen“, erzählte Preis von den Kindertagen des Vereins.

40 Jahre, ein Vorsitzender

Schnell übernahmen dessen engagierte Mitglieder Verantwortung für die wichtigsten Projekte des Dorfs. Angetrieben von den beiden stellvertretenden Vorsitzenden Reinhold Jennemann, Otto Boland und eben Willibald Preis kümmerte sich der Verschönerungsverein um eine Sitzgruppe bei der Dorflinde und die Aufstellung von verschiedenen Ruheplätzen für Wanderer.

Die vielen Aktiven - heute sind es laut Preis 101 - wagten sich einerseits an große Herausforderungen wie die Renovierung des Backhauses oder den Bau von Denkmälern bei Bartenhausen, legten auf der anderen Seite aber auch Wert auf das Detail. „Die Pflanzenverwertung war bei uns ein wichtiges Thema“, sagte Preis mit Blick auf das Ende der 1990er-Jahre, als die Himmelsberger zahlreiche Bauern-, Färbepflanzen- und Kräutergärten anlegten.

Überregionalen Ruhm erlangte das Dorf durch die Teilnahme an insgesamt 18 Verschönerungswettbewerben, die vor allem von dem nun 40 Jahre alten Verein getragen wurden. Höhepunkt war dabei der Sieg beim Landeswettbewerb von „Unser Dorf“ 1996, der den Kirchhainer Stadtteil zum Bundesentscheid brachte. Friedrich Bohl, der damalige Chef des Bundeskanzleramts, hatte Himmelsberg einst „eine Perle im Landkreis Marburg-Biedenkopf“ genannt. Ortsvorsteherin Lioba Fabian griff dies beim Kommers auf und sagte: „Daran hat der Verschönerungsverein einen großen Anteil.“

Überhaupt ging Fabian noch einmal auf die Geschichte des Vereins ein und wusste dabei vor allem das Engagement einer Person zu würdigen. „In 40 Jahren hatte die Stadt Kirchhain vier Bürgermeister. Himmelsberg hatte drei Ortsvorsteher. Der Verschönerungsverein aber hatte nur einen einzigen Vorsitzenden“, sagte sie und gratulierte Willibald Preis.

von Yanik Schick

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