Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Der Kinderchor sagt Ade

Konzert Der Kinderchor sagt Ade

Ein hochklassiges Konzert gaben die Momberger Musik- und Chorvereinigungen in der vollbesetzten katholischen Kirche St. Johannes.

Voriger Artikel
Heizöl in Bach: Wehr rückt aus
Nächster Artikel
27. Neustädter (Nach-)Weihnachtsmarkt hat Konkurrenz

Der Momberger Kinderchor bekam zum Abschied Unterstützung (oben). Beim Auftritt der Blaskapelle griff Dirigent Lars Schwalm zum Alphorn (kleines Bild).Fotos: Wieber

Momberg. Der große Andrang kam nicht von ungefähr, genießt das adventliche Momberger Konzert doch seit mehr als 20 Jahren einen hervorragenden Ruf. Bei aller Freude gab es aber dennoch eine traurige Nachricht: Der zuletzt von Daniela Schmittdiel und Sabine Mottner geleitete Kinderchor, der seit 25 Jahren existiert, hatte an diesem Abend seinen letzten Auftritt und löst sich danach auf.

Die Kinder hatten mit ihren Stimmen und fröhlichen Liedern die Musikkultur in Momberg mitgeprägt. In den 1990er Jahren zählte der Chor zeitweise 80 Mitglieder, die auch aus Neustadt, Speckswinkel und Mengsberg zur Probe kamen. Im Ostkreis war er damals der größte Kinderchor -in den vergangenen Jahren hat die Zahl der singbegeisterten Kinder jedoch stetig abgenommen. „Der Chor lebt dennoch weiter. Viele ehemalige Kinderchormitglieder sind in andere Chöre eingetreten und bereichern damit die Momberger Chor- und Musikszene weiter“, sagte Katharina Stark als Sprecherin der Ehemaligen: Sie war vor etwa 25 Jahren eines der ersten Kinderchormitglieder gewesen.

Mit stehenden Ovationen feierte die Gemeinde den letzten Auftritt, bei dem die letzten Chorkinder gemeinsam mit ehemaligen Mitgliedern, Müttern, dem Männerchor und dem St.-Johannes-Chor „An Angel“ und „Mitten in der Nacht“ sangen.

Aber auch die anderen Chöre begeisterten das Publikum: Begonnen hatte der Männerchor unter der Leitung von Knut Petersen mit „Advent ist ein Leuchten“. Ihrem Namen alle Ehre machten die „Flötentöne“ aus Neustadt, die von den Sängern der „Klangfarben Kirtorf“ und von Wilfred Sohn am Klavier begleitet wurden: Unter der Leitung von Christiane Krapp überzeugten sie besonders mit „O Holy Night“.

Einen ausgezeichneten Eindruck hinterließ die Blaskapelle Momberg mit dem Kirchenlied „Ein Haus voll Glorie schauet“. Als Dirigent Lars Schwalm dann persönlich zum Alphorn griff und gemeinsam mit den anderen Bläsern das Stück „Zauber der Berge“ intonierte, feierte das Publikum diesen Auftritt mit rasendem Beifall. Einen fast fernsehreifen Auftritt auf der Empore des Gotteshauses hatte der Chor St. Johannes der Täufer, der von Rebekka Diele auf einer Bank stehend mit vollem Körpereinsatz dirigiert und von Wilfried Tschuppik an der Orgel unterstützt wurde.

Gemeinsam gesungene weihnachtliche Lieder rundeten das über zweistündige Konzert ab. Die Spende, um welche die Veranstalter am Ende des Konzertes baten, soll für die Delfintherapie eines erkrankten Momberger Mädchens verwendet werden.

von Alfons Wieber

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis
Von Redakteur Florian Lerchbacher

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr