Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Der Goldene Stern als Alternative

Stadtverordnetenversammlung Der Goldene Stern als Alternative

14 mehr oder weniger wegweisende Tages-ordnungspunkte mussten Amöneburgs Stadtverordnete am Montag in der zweiten Sitzung ihrer noch jungen Legislaturperiode abarbeiten.

Voriger Artikel
Ein Kult-Auto in doppelter Hinsicht
Nächster Artikel
Petrus gibt anfangs den Spielverderber

Die Amöneburger verabschiedeten Rudi Rhiel (von links), Peter Greib, Elisabeth Orth, Lothar Döring, Matthias Braun, Mario Fritsch und Heinrich Neumann aus der Kommunalpolitik.Foto: Florian Lerchbacher

Amöneburg. Das aufregendste Thema ist die Schaffung eines Baugebietes in der Falkenstraße in Mardorf, in dem auch eine Art Mehrgenerationenhaus mit Pflegeangeboten gebaut werden soll (die OP berichtete). Eigentlich zeigten sich die Stadtverordneten begeistert von dem Vorhaben, allerdings hatte die Kirchengemeinde nach Publikwerden der Pläne moniert, nicht informiert worden zu sein. Er habe mit Vertretern des Bürgervereins gesprochen, ihnen mitgeteilt, dass die Neuerung keine Konkurrenz zu den Aktivitäten im Schwesternhaus werde und den Eindruck gehabt, dass auch die Kirchengemeinde sich mit dem Thema auseinandergesetzt hatte, erklärte Michael Plettenberg. Dies sei ein Missverständnis, für das er sich entschuldige, betonte der Bürgermeister - und bekam vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Jan-Gernot Wichert gleich noch den Hinweis, dass es unter solchen Umständen schwer sei, ihm das vehement geforderte Vertrauen entgegenzubringen.

Nichtsdestotrotz stimmten die Stadtverordneten geschlossen für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan und nahmen zufrieden zur Kenntnis, dass die Firma Geissler das Projekt Mehrgenerationenhaus im Juli - also weit bevor die Umsetzung beginnt - in einer Bürgerversammlung vorstellen wolle.

- Die Stadtverordneten beschlossen zudem, dass die Darlehen aus dem „Kommunalen Investitionsprogramm“ neben den bereits festgelegten Projekten auch für Straßen- und Gehwege (23000 Euro), einem Teilstück des Radweges Rüdigheim-Mardorf (5700 Euro), einen neuen Unimog (166000 Euro), die energetische Sanierung des Dachgeschosses des Amöneburger Rathauses (72000 Euro), einen Klein-Lastwagen für den Bauhof (70000 Euro), eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für das Bürgerhaus Erfurtshausen (32000 Euro) genutzt werden sollen. Falls eines der Projekte nicht genehmigt wird, will die Stadt den Goldenen Stern in Roßdorf energetisch sanieren.

- Nach entsprechenden Beschlüssen steht auch fest, dass die Stadt das Gelände des ehemaligen Spielplatzes „Im Brück“ in Amöneburg verkauft und der AC Forelle einen Großteil des Geländes erwerben kann, auf dem sein Vereinsheim steht (die OP berichtete)

- Seit der Sitzung ist der Jugendraum Erfurtshausen Bestandteil der Benutzungsordnung für die Bürgerhäuser. Die Nutzung kostet nun 40 Euro - passend dazu wurde die Gebühr für den Jugendraum Mardorf ebenfalls auf diesen Betrag erhöht. Wer eine Ehrenamtscard hat, erhält 20 Prozent Rabatt. Einstimmig lehnten die Stadtverordneten eine Pauschale für die Heizkosten (einen Euro pro Stunde) ab. Diesen Punkt der Satzung wollen sie in der nächsten Sitzung streichen.

- Die Kommunalpolitiker verabschiedeten einige langjährige Mitstreiter, die sich in den Gremien engagiert hatten: Aus dem Magistrat waren dies Elisabeth Orth (CDU) und Heinrich Neumann (AWG), aus der Stadtverordnetenversammlung Rudolf Rhiel (FWG), Hartmut Weber, Lothar Döring, Peter Greib (alle AWG), Mario Fritsch (SPD), Alfred Schick und Matthias Braun (beide CDU).

- Grünes Licht gab es für die Ernennung von Herbert Fischer zum Amöneburger Ehrenortsvorsteher und Helmut Brand zum Rüdigheimer Ehrenwehrführer.

von Florian Lerchbacher

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr