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Der Gewinner: Weihnachtsmarkt unterm Dach

Erksdorfer trotzen Dauerregen Der Gewinner: Weihnachtsmarkt unterm Dach

Die Veranstalter von Weihnachtsmärkten machten am Samstag ob des Dauerregens lange Gesichter. Nicht so in Erksdorf. Dort fand der Weihnachtsmarkt in der Maschinenhalle statt.

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Kontrastprogramm: Vor dem großen Mähdrescher steht ein Verkaufsstand mit kunsthandwerklichen Holzarbeiten. Foto: Klaus Böttcher

Erksdorf. Gewöhnlich finden die Weihnachts-, Advents- oder Nikolausmärkte im Freien statt, wobei hier und da das Gemeinschaftshaus mitgenutzt wird. In Erksdorf findet der komplette Weihnachtsmarkt in einer ausgeräumten großen Maschinenhalle statt. Die Maschinenhalle gehört Christiane und Ingo Henkel. Dementsprechend haben sie zusammen mit dem Erksdorfer Jugendclub „Oase“ den Markt organisiert.

„Heute ist es das dritte Mal. Der Weihnachtsmarkt ist gut angenommen worden, und er wird von Mal zu Mal schöner“, schwärmt Ingo Henkel.

Am Anfang habe nur der Weihnachtsbaumverkauf im Vordergrund gestanden, damit die Erksdorfer zum Baumkauf nicht nach Stadtallendorf fahren mussten. „Erst waren es nur 30 bis 50 Bäume, jetzt haben wir 100 Bäume“, erzählt Henkel, der für den Weihnachtsmarkt mit Ausnahme seines großen Mähdreschers seine Maschinen und Gerätschaften im ganzen Dorf verteilt hat.

Im großen Rechteck der Halle sind Verkaufsstände aufgebaut, an denen von Holzarbeiten über Schmuck und Adventsge­stecken bis hin zu Honig-Erzeugnissen eine breite Vielfalt angeboten wird. In der Mitte gibt es Stehtische, aber auch Tische und Bänke laden zum Verweilen ein. Dank der Heizstrahler herrscht dort eine mollige Wärme. Den kalten Betonboden haben die Henkels mit Holzhackschnitzeln bedeckt. Das macht den Boden wärmer und weicher. Und die Holzhackschnitzel verbreiten - so Ingo Henkel, einen weihnachtlichen Duft.

Die Mädchen und Jungen des Jugendclubs haben die Familie Henkel nicht nur beim Aufbau unterstützt, sondern auch die gastronomische Versorgung übernommen. Sie servierten Glühwein, Bratwurst und erstmals auch auch Wildschweinbraten. Das Engagement der 20 jungen Leute im Alter von 15 bis 28 Jahren beschreibt Celina Henkel so: „Die Gemeinschaft wird gefördert, man erlebt viel zusammen, und der Zusammenhalt wird gefestigt.“

Das gilt allerdings nicht nur für den Weihnachtsmarkt, sondern für das ganze Jahr: „Der Jugendclub veranstaltet jedes Jahr am 30. April den Dämmerschoppen“, erzählt Philipp Immel, der mit Pascal Kreb den Dienst an der Kasse übernommen hat. Sie seien aber auch Mitveranstalter bei der Kirmes und würden andere Vereine bei Grillveranstaltungen oder Backhausfesten unterstützen, ergänzen die beiden und erklären, dass sie gerne bei Veranstaltungen helfen, um das dörfliche Miteinander zu beleben.

von Klaus Böttcher

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