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Der Bürgerbus als Option

Überlegung Der Bürgerbus als Option

Ein Bürgerbus für Neustadt? Sei vorstellbar, sagt Bürgermeister Thomas Groll. Die Stadt will das Projekt aber nur angehen, wenn auf Seiten der Bürger Interesse und Einsatzbereitschaft besteht.

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Im Spielzeugland erfreut sich der Bürgerbus großer Beliebtheit – für Neustadt will die Stadt das Interesse der Bürger an dem Projekt zunächst einmal abfragen.Foto: Florian Lerchbacher

Neustadt. „Ich will nichts einführen, was nicht angenommen wird“, sagt Bürgermeister Thomas Groll, schließlich seien mit einem Bürgerbus auch einige organisatorische Dinge verknüpft: abgesehen davon, dass die Stadt ein Fahrzeug besorgen müsste, wäre es zunächst unter anderem von Nöten, ehrenamtliche Fahrer zu finden. Und schon an diesem Punkt üben sich die Neustädter in vornehmer Zurückhaltung: Seitdem das Stadtoberhaupt vor zwei Wochen im Amtsblättchen das Projekt vorstellte, hat sich erst ein Bürger als möglicher Fahrer gemeldet -ansonsten herrscht Schweigen im Wald: Ob sie einen Bürgerbus nutzen würden, überhaupt für sinnvoll hielten oder gar ablehnten, teilte der Stadt niemand mit. Schon während des Demografie-Dialoges im vergangenen Jahr war in Neustadt der Bürgerbus aufs Tableau gekommen, nun erinnerte der Rathauschef noch einmal daran, nachdem er beim Landkreis an einem runden Tisch zum Thema teilgenommen hatte. Marian Zachow, der erste Kreisbeigeordnete und Vorstandsvorsitzende des Regionalen Nahverkehrsverbandes Marburg-Biedenkopf, stellte dabei heraus, dass der öffentliche Personennahverkehr im Landkreis verbessert worden sei - aufgrund der demografischen Entwicklung in dem ländlich strukturierten Gebiet in den kommenden Jahren zweifellos ergänzende Mobilitätsformen erforderlich würden.

Groll hält die Einführung eines Bürgerbusses auch in Neustadt grundsätzlich für vorstellbar, zum Beispiel, um die Stadtteile mit der Kernstadt zu verbinden, die Innenstadt und den Kaufpark zu verknüpfen oder die Anfahrt zu Ärzten zu erleichtern.

„Mobilität ist und bleibt ein Thema“, sagt der Bürgermeister und betont: „Ein Bürgerbus kann eine Ergänzung, wird aber nicht die Lösung sein.“ Nach den ersten Erfahrungen habe er sogar das Gefühl, dass ein Bürgerbus nicht das sei, was die Neustädter brauchten oder wollten. Vor allem sei es erst einmal notwendig, einen möglichen Fahrerpool von mindestens zehn Ehrenamtlichen zu haben.

Wer sich vorstellen kann, seine Mitmenschen zu bestimmten Zeiten durch Neustadt und die Stadtteile zu fahren, soll sich an Sonja Stark wenden, Telefon 06692/8922.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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