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Der Berg ist nun 100 Tonnen schwerer

Schlossfestspiele Der Berg ist nun 100 Tonnen schwerer

Die Schlossfestspiele können kommen: Nach zwei Tagen des Aufbaus stehen auf dem Festplatz unterhalb der Ruine mehrere Container, eine Bühne und eine Tribüne und warten auf Schauspieler und Zuschauer.

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Zwei Tage lang stand der Festplatz ganz im Zeichen des Aufbaus für die Schlossfestspiele.

Quelle: Florian Lerchbacher

Amöneburg. Material mit einem Gewicht von mehr als 100 Tonnen schafften 13 Mitarbeiter von Depro Concert und vier Tribünenbauer gestern und am Montag auf den Berg. Mehrere Sattelzüge schlängelten sich dafür durch die engen Straßen der Innenstadt. Was angesichts der Beschaffenheit der Stadt auf dem Berg unmöglich klingt, sei problemlos vonstattengegangen, sagt Peter Bubenheim, der technische Leiter des Unternehmens. Im vergangenen Jahr hatten seine Mitarbeiter die Ausrüstung von den großen auf kleinere Lastwagen umgeladen und seien dann „gefühlte 60 Mal“ den Berg rauf- und runtergefahren, bis alles oben war. Diesen Zwischenschritt wollten sie sich diesmal ersparen, „also haben wir es probiert, und es hat geklappt“, freut er sich.

Ein Rädchen griff ins nächste

Für die Sattelzüge hatte die Stadt eine Sondergenehmigung erteilt: Sie durften verkehrtherum die Einbahnstraße durchfahren, was die Aufgabe einfacher machte. In einigen Kurven sei es zwar eng geworden, aber es habe sich gelohnt, berichtet Bubenheim: „So war es für alle viel einfacher.“

Ähnlich schnell wie das Material auf dem Berg ankam, lief auch der Aufbau: Bei den Containern, in die Umkleiden, Büro und mehr kommen, ist das kein Wunder, da sie „am Stück“ geliefert werden - sie mussten lediglich an Strom, Wasser und Abwasser angeschlossen werden. Beeindruckend hingegen war, wie schnell die vier Tribünenbauer eines externen Unternehmens und die 13 Depro-Mitarbeiter ihre Arbeit erledigten. Zwar mussten Letztere jedes einzelne Teil der Bühne mit Wasserwagen austarieren, doch ein Rädchen griff ins nächste: „Sie arbeiten alle schon seit vielen Jahren für uns. Ich kann jeden für alles einsetzen. Wir sind ein eingespieltes Team“, lobte Bubenheim.

Am Montagmorgen hatten sich auch Bühnenbildner Axel Pfefferkorn und Spielleiter Peter Radestock ein Bild vom Festplatz gemacht. Dies sei üblich, betonte der technische Leiter: „Es gibt zwar einen grundsätzlichen Plan für jeden Aufbau - aber vor Ort sieht dann manches nochmal anders aus, als man es sich über den 2-D-Plan vorgestellt hatte.“

Permiere am 15. Juli

Es gelte also, lieber zu früh als zu spät Veränderungen vorzunehmen: Heute schließlich wollen die Schauspieler vor Ort mit den Proben beginnen. Zwar wird heute noch für Beleuchtung und Beschallung gesorgt, am Rest dürfe aber nur noch „Fein-tuning“ gemacht werden. „Zwischendurch fällt nochmal etwas auf - aber das sind Kleinigkeiten“, erläutert Bubenheim.

Am Ende der Woche sollen alle Arbeiten erledigt sein. Premierenaufführung von „My Fair Lady“ mit Christin Deuker - die auch beim Hauptmann von Köpenick im vergangenen Jahr die weibliche Hauptrolle spielte - ist am Dienstag, 15. Juli, um 20.30 Uhr. Insgesamt stehen zehn Vorstellungen auf dem Programm, für die jeweils rund 600 Tribünenplätze bereitstehen.

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder unter Telefon 06453/912470.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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