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Der Adler ist bereits gelandet

Eigenleistung Der Adler ist bereits gelandet

Die Zahl der Helfer, die der Einladung des Arbeitskreises Dorferneuerung zum ersten Arbeitseinsatz auf den Spielplatz "Im Weimer" folgten, war zwar nicht groß - ihr Einsatz dafür umso mehr.

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Ein Teil des Spielplatzes steht bereits.Foto: Karin Waldhüter

Erfurtshausen. „Pünktlich mit dem Abendgeläut wurde der Adler montiert“, freute sich Dr. Annette Schick, die Vorsitzende des Arbeitskreises Dorferneuerung. Wie geplant konnte damit die Hunnenburg, an dessen Frontseite der große Adler thront, aufgebaut werden. Beim Blick auf die wenigen Helfer schwang jedoch erst einmal Bedauern in der Stimme der Arbeitskreisvorsitzenden mit, doch schließlich obsiegte der Optimismus. „Dann dauert es halt ein wenig länger, bis wir fertig sind“, sagte sie. Dabei hatten die freiwilligen Helfer ihren „Arbeitstag“ ohnehin schon spontan um vier Stunden verlängert.

Schon am Dienstag waren die Spielgeräte und die speziell für den Erfurtshäuser Spielplatz entworfene Hunnenburg geliefert worden. Andreas Schick lud mit Markus Dörr vier Stunden lang die Teile ab. Vorher hatte Markus Dörr schon große Vorarbeiten geleistet und mit Hilfe eines Radladers der Stadt einen Hügel abgetragen.

Als nächstes wird der Beton für das Fundament geliefert. Die drei Raben, die auf der Burg sitzen und auf die Kinder herab schauen, haben auch schon Namen: „Wir wollen sie Kuno, Dirk und Markus nennen“, verrät Schick. In einem nächsten Arbeitseinsatz sollen dann ein Hügel modelliert und ein Sandhäuschen und ein Vogelnestschaukel aufgebaut werden.

Budget von 64000 Euro

Bei einem Gesamtbudget von 64000 Euro belaufen sich die Kosten für die Spielgeräte auf 25000 Euro. Weil die Erfurtshäuser die Montage selber erledigen, können sie sich neben der Hunnenburg auch die Vogelnestschaukel und das Sandhäuschen leisten. Auf rund 10000 Euro belaufen sich die Kosten für einen geplanten Wasserspielplatz. Die Geräte sind bestellt und werden bald geliefert. Auch in diesem Fall erledigen die Bürger die Montage und das Anlegen eines künstlichen Bachlaufs in Eigenleistung.

Der Bauhof will durch die Anlieferung von Schotter und mit der Bereitstellung von Maschinen helfen. Zudem stehen die Erneuerung des Zauns und die Beschaffung von Sitzmöbeln an. Nur „Attila“, der die Kinder als Wächter des Spielplatzes schon von weitem grüßen sollte, ist dem Budget zum Opfer gefallen. „Für dieses Element suchen wir noch einen Sponsor“, erklärte Ivonne Linne. Die Architektin ist zuständig für Planung und Ausführung. „Wir müssen die Arbeiten jetzt angehen. Die Mittel stehen jetzt zur Verfügung und müssen abgerufen werden“, erklärte sie. Weil die Lieferzeit sich auf vier Monate belaufen habe, sei das Projekt in die Ferienzeit hineingerutscht. Dennoch gingen die Arbeiten gut voran. Während Markus Dörr mit Hilfe eines kleinen Baggers am Fundament arbeitete, werkelte Niklas mit einer Schaufel. „Ich freue mich auf den Spielplatz, und deshalb will ich helfen“, erläuterte der Neunjährige.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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