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"Dein Herz brennt für die Seelsorge"

50 Jahre Pfarrer "Dein Herz brennt für die Seelsorge"

Die Freude stand Pfarrer Karl-Josef Aschenbach an seinem Festtag ins Gesicht geschrieben: Am Ende des Gottesdienstes gab es unzählige Glückwünsche, herzliche Umarmungen und Dankesworte für 50 Jahre priesterliches Wirken.

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Nach dem Gottesdienst nutzten die Gläubigen die Möglichkeit, Pfarrer Karl-Josef Aschenbach persönlich zu gratulieren und Worte des Dankes auszusprechen.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Die Kirche St. Katharina war am Sonntagnachmittag voll besetzt. Hunderte Gläubige waren in das Gotteshaus gekommen, um mit ihrem ehemaligen Pfarrer Karl-Josef Aschenbach dessen Jubiläum zu feiern und damit auch ihre Verbundenheit und Wertschätzung auszudrücken.

Als die ersten musikalischen Klänge die Stille der Kirche durchbrachen, erhoben sich die Gläubigen ehrerbietig, um Karl-Josef Aschenbach - der seit 50 Jahren Pfarrer ist - beim Einzug in die Kirche zu begrüßen. Mit einem Freiluftgottesdienst hatte sich der Jubilar vor zehn Jahren an gleicher Stelle von seiner Gemeinde verabschiedet. Mit einem Freiluftgottesdienst wollte er auch sein Jubiläum feiern.

Das regnerische Wetter durchkreuzte die Planungen. Und so fiel die Entscheidung, ins Gotteshaus zu wechseln und anschließend bei Kaffee und Kuchen im Pfarr- und Jugendheim weiterzufeiern.

Musikalische Begleitung sorgt für schöne Momente

Ein weiterer Wunsch des Jubilars ging jedoch in Erfüllung. Unter der Gesamtleitung von Ferdi Bosold sorgte der Frauenchor St. Katharina, mit Uschi Ivo am Klavier, gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Michael und dem Männergesangverein Stadtallendorf dafür, dass der Gottesdienst noch festlicher als ohnehin schon wurde. Sie sorgten mit der Intonierung der „Missa Festiva“ von Michael Schmoll und dem „Tepje Pojem“, gefühlvoll vom Männerchor unter der Leitung von Tamara Zitzer nach der Wandlung dargebracht, für ganz besonders schöne Momente.

Das galt auch für die Stadtallendorfer Musikanten, die mit jubilierendem Blech den Gottesdienst festlich umrahmten. „Mein Herz hat gehüpft vor Freude, als ich Euch gehört habe, das war eine sehr beeindruckende Sache“, dankte Pfarrer Aschenbach den Sängern und Musikern für dieses besondere Geschenk.

Einen Willkommensgruß richtete Stadtpfarrer Diethelm Vogel an die Familienangehörigen des Jubilars und an die auswärtigen Gäste. Mit Applaus endete die ergreifende und sehr persönliche Predigt des Fuldaer Pfarrers Matthias Krieg, der seine ersten Schritte als Diakon und Kaplan in Begleitung Aschenbachs hatte „gehen dürfen“.

"Was wäre Stadtallendorf ohne ihn?"

Gespickt mit einigen humorvollen Anekdoten ging Krieg der Frage nach „Wie hab ich dich als Priester erlebt?“ Zuallererst als Mann des Gebetes, als Priester, der ganz intensiv die Gemeinschaft pflege, aber auch als Mitbruder und väterlicher Freund, an den er sich besonders gern erinnere, so Krieg. Als Pfarrer im Ruhestand suche man bei ihm die gemütliche Ruhe vergebens. „Von der Verwaltung bist du zwar verschont, aber dein Herz brennt für die Seelsorge. Was wäre Stadtallendorf ohne dich?“, fragte Krieg.

In den Fürbitten dankten die beiden Gemeindereferentinnen Marlies Franke und Andrea Franke sowie Pfarrer Diethelm Vogel unter anderem für 50 Jahre priesterliches Wirken. Zum Abschluss des Gottesdienstes verteilten die Messdiener kleine Brote, welche die Gläubigen untereinander teilten. „Dadurch, dass wir teilen und dem anderen etwas schenken, sollen die Anerkennung und das Miteinander zum Ausdruck kommen“, so der Jubilar.

Für die Gottesdienstbesucher lagen zudem Gedenkbildchen bereit, die an diesen Tag erinnern sollen. Neben Aschenbach konzelebrierten Pfarrer Diethelm Vogel und Pfarrer Matthias Krieg, die Pfarrer Marcus Vogler, Peter Weber, Markus Ramisch, Johannes Stadler, Dechant Franz Langstein, Gregor Stachovski, Elias Jumba und die beiden Diakone Thomas Hielscher und Stephan Weigand.

von Karin Waldhüter

Zur Person
Karl-Josef Aschenbach wurde am 12. September 1937 in Heiligenstadt im Eichsfeld geboren und studierte nach dem Abitur in Ahaus/Westfalen in Münster, Innsbruck und Fulda Theologie und Philosophie. Nach der Priesterweihe war er zunächst als Präfekt an der Stiftsschule St. Johann und sodann als Kaplan in der Christkönigspfarrei in Stadtallendorf tätig. Ab 1971 wirkte er als Religionslehrer und später als Studienrat im Kirchendienst an der Otto-Hahn-Schule in Hanau. 1977 wurde er Pfarrer in Margretenhaun und war in dieser Zeit auch zwölf Jahre lang Diözesankaplan der christlichen Arbeiterjugend. Von 1995 bis 2005 war er als Seelsorger in der Pfarrei St. Katharina und ab 1998 auch in der dortigen Pfarrkurie St. Michael tätig. Von September 2005 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Juli 2010 arbeitete er in der Seelsorge den Pfarreien Liebfrauen in Marburg und St. Franziskus in Cappel mit. Von Februar 2007 bis August 2011 war er Diözesanseelsorger. Bischoff Heinz Josef Algermissen ernannte ihn 2002 zum Geistlichen Rat.
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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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