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Dauerregen reduziert Programm

Backhausfest in Schwabendorf Dauerregen reduziert Programm

Kräftiger Dauerregen bestimmte das Backhausfest, welches wie immer vom Arbeitskreis für Hugenotten- und Waldensergeschichte, sowie den Landfrauen gemeinsam in Schwabendorfs Ortsmitte veranstaltet wurde.

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Udo Dörrbecker (links) und Kurt Rohde (rechts) hatten in der Museumsschmiede einen warmen und trockenen Arbeitsplatz, während der Posaunenchor Schwabendorf mit Dirigent Uwe Henkel unter erschwerten Bedingungen musizierte. Fotos: Heinz-Dieter Henkel

Schwabendorf. „Alle Leire luern uf Ra - awer Keener will en hu“, mit diesen Worten betrat der ehemalige Stadtverordnetenvorsteher August Immel in bestem Albshäuser Platt die kleine Zeltlandschaft am Hugenottenplatz und hatte damit den Nagel auf den Kopf getroffen.

Um 7 Uhr in der Frühe hatte der Landregen eingesetzt, der bis Veranstaltungsende nicht mehr aufhören sollte. Störten die Zelte vor Jahresfrist noch die Festveranstaltung und sorgten für zusätzliche Wärme, waren sie diesmal dringend nötig.

Doch schon beim Gottesdienst der Pfarrer Dierk Brühning und Bernhard Böttge am Vormittag stellte sich heraus, dass die Anordnung derselben nicht von Vorteil war. So wurde kurzerhand umgeplant, umgebaut und improvisiert mit der Folge, dass die Musiker des Posaunenchors zwar im Trockenen, Dirigent Uwe Henkel aber zwischen zwei Zelten Aufstellung nehmen musste und trotz Regenjacke bis auf die Haut nass wurde.

Tags zuvor noch bei der ´Blasmusik am Markt´ in Rauschenberg in zweistündigem Einsatz, gelang es dem Posaunenchor Schwabendorf trotz redlicher Mühen nicht, die witterungsbedingt etwas bedrückte Stimmung deutlich aufzuhellen.

Das Dorfmuseum im nahen Daniel-Martin-Haus hatte seine Türen geöffnet und viele Interessierte nutzen die Gelegenheit, unter fachkundiger Begleitung des vormaligen Arbeitskreisvorsitzenden Gerhard Badouin und des heutigen Chefs Bernhard Böttge die umfangreiche Ausstellung anzusehen.

Für die Kinder gab es zur vollen Stunde Vorlesegeschichten von Siggi Reekers. „Darüber hinaus wollen wir, dass die Kinder das Museum als Spiel-, aber auch Entdeckungsort erleben“, berichtete Böttge über etwas geänderte Zielsetzung der Museumspädagogik.

Die zum Backhausfest üblichen Volkstänze der Landfrauen mussten wegen des schlechten Wetters entfallen, und auch die geplante Präsentation des Handwerks war im Dauerregen nur sehr eingeschränkt möglich. In der alten Schmiede hatte Museumsschmied Kurt Rohde die Esse angeheizt und wartete mit seinem neuen Assistenten Udo Dörrbecker auf Besucher. Diesmal hatten sie genügend Zeit, alle mitgebrachten Sensen zu dengeln und auf Vordermann zu bringen.

Trotz aller Widrigkeiten waren die Verantwortlichen mit der Besucherzahl durchaus zufrieden. Es mögen rund 250 gewesen sein, schätzte Erna Hampach, die Chefin der Landfrauen und aller Kuchenbäckerinnen mit Blick auf die kargen Kuchenrestbestände am späten Nachmittag. Leider blieben die Gäste nicht so lange, so dass doch einige Plätze leer blieben.

von Heinz-Dieter Henkel

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