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Das neue Konzept bewährt sich

Neustädter Advent Das neue Konzept bewährt sich

Am zweiten Adventssonntag stand Neustadt ganz im Zeichen des „Neustädter Advent“. Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr genossen auch in diesem Jahr hunderte Besucher das vielseitige Programm

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Die Ventile der Blasinstrumente froren trotz der Eiseskälte nicht ein. So unterhielten die Junker-Hansen-Musikanten die Besucher mit weihnachtlichen Melodien. Foto: Karin Waldhüter

Quelle: Foto: Karin Waldhüter

Neustadt. Bei der Annäherung an den „Neustädter Advent“ stieg den Besuchern der Duft von frisch gebackenen Crepés und von Glühwein in die Nasen. Zudem lag weihnachtliche Musik in der Luft. Trotz frostig kalter Temperaturen hatten die Junker-Hansen-Musikanten ihre Musikinstrumente ausgepackt und sorgten mit weihnachtlichen Liedern für die passende Stimmung. „Die Temperaturen sind schon grenzwertig, kälter dürfte es nicht mehr sein, gerade die Tuba ist anfällig für Kälte“, berichtete Karl-Heinz Mai.

Es gab viel zu sehen, zu hören und zu erleben. Die Ausstellung der Modelleisenbahner war ein Anziehungspunkt. Die Auftritten von Zauberer Andreas Möller-Forst verblüffte die Besucher und das Kinderkarussell Porky-Express war meist umlagert. Marktstände rund um die Kirche, im Pfarrheim, im Historischen Rathaus, im Haus der Vereine und auf dem Marktplatz standen für den Markt-Charakter. Weihnachtliche Stimmung verbreiteten das Jugendblasorchester, die Junker-Hansen-Musiker und Lukas Krapp, die an den verschiedenen Stellen musizierten.

An den Ständen gab es wärmende Sachen, wie selbstgenähte Mützen und Schals, Honig im Glas und Bienenwachs in Kerzenform, weihnachtliche Dekorationen und Krippenfiguren, Schmuck und vieles mehr zu entdecken.

Erst kam der Baumschmuck,dann der Nikolaus

„Es ist viel los um diese Zeit, die Veranstaltung entwickelt sich zu einem Schätzchen, wenn es so weitergeht“, erzählte Besucherin Barbara Rückershäuser. Bei den herrschenden Temperaturen ein Dach über dem Kopf zu haben, das sei für viele Aussteller positiv, so die Neustädterin.

Gegen 16.30 Uhr wurde es auf dem Marktplatz dann so richtig voll. Mitten auf dem Platz hatte die Stadt einen hohen Weihnachtsbaum aufgestellt. Um den Baum zu schmücken hatten Kindergarten- und Grundschulkinder zahllose Sterne, Engel und Tannenbäume gebastelt. Hier warteten die vielen jungen Besucher auf den ersehnten Besuch des Nikolauses, und die Junker-Hansen-Musikanten verkürzten die Wartezeit mit einem Nikolauslied.

Flankiert von fackeltragenden Mitgliedern der Bürgerwehr wurde der Nikolaus dann gebührend auf den Platz geleitet. „Wenn ich die beleuchteten Giebelhäuser sehe, geht mir das Herz auf“, freute sich Nikolaus Ulrich Hill über die Aufrechterhaltung dieser Neustädter Tradition und über den schönen Baumschmuck. Dann war es endlich so weit und die Kinder durften sich beim Nikolaus die Geschenke abholen und viele Kinder dankten mit einem Gedicht.

Überwiegend zufriedene Gesichter gab es auch vonseiten der Marktbeschicker. „Der Markt ist gut besucht. Letztes Jahr war auch schon gut, dieses Jahr scheint es noch besser zu sein“, erklärte Rainer Föth. Dem Stadtallendorfer konnten die Besucher im Pfarrheim beim Drechseln von Tannenbäumen zuschauen.

Im historischen Rathaus hatte Ausstellerin Doris Klose ihre Handarbeiten aufgebaut. „Ich finde den Markt toll aufgezogen, als Aussteller kann man nur zufrieden sein“, erklärt sie. Der Verkauf sei im Vergleich zum letzten Jahr in Ordnung, obwohl sie das Gefühl habe, dass im vergangenen Jahr mehr Besucher dagewesen seien.

Zahlreiche Neustädter Vereine beteiligten sich an der Veranstaltung. So gab es am Stand der Reservisten-Kameradschaft ungarisches Kesselgulasch und geräucherte Forellen. Der Förderverein der freiwilligen Feuerwehr lud in ein beheiztes Zelt ein, bei der Bürgerwehr gab es Getränke, die Gästeführer des Kulturhistorischen Vereins präsentierten ihre Stadt im historischen Rathaus und die Kolpingfamilie versorgte die Besucher mit frisch gebackenen Crepés.

Organisiert hatten den „Neustädter Advent“ der Ortsbeirat und der Neustädter Gewerbeverein. Zufrieden über den Verlauf zeigte sich am späten Nachmittag der Vorsitzende des Gewerbevereins, Thomas Heide. Schließlich ertönten am späteren Abend aus der katholischen Kirche noch ein Adventskonzert des Männergesangvereins und der Gruppe Regenbogen.

von Karin Waldhüter

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