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Das neue Dach ist bereits geschlossen

Feuerwehr-Stützpunkt Das neue Dach ist bereits geschlossen

Wieder ist der Stützpunkt der Kirchhainer Feuerwehr Baustelle. Bis September sollen bis auf die geplanten Anbauten alle Arbeiten rund um die Fahrzeughalle erledigt sein.

Kirchhain. Drei große Baustellen arbeitet die Stadt Kirchhain derzeit zeitgleich ab: rund um den Bahnhofsvorplatz entstehen Parkflächen und zukünftiger Busbahnhof. Die Sanierung des Bürgerhauses ist in vollem Gange und seit etwa zwei Wochen stehen auch wieder Gerüste am Stützpunkt der Kirchhainer Feuerwehr nahe des Festplatzes. Dort realisiert die Stadt derzeit den zweiten Sanierungsabschnitt.

Dass die Stadt die Stützpunktsanierung über mehrere Abschnitte und damit über eine lange Zeit hinweg verteilt hat, hat Gründe: Die Finanzierung erfolgt zum größten Teil über verschiedene Fördertöpfe mit unterschiedlichen Finanzierungszeiträumen. Und dadurch bedingt musste die Sanierung zeitlich gestreckt ablaufen.

Wie schon beim Altbau steht auch jetzt die energetische Sanierung ganz im Vordergrund: Die Dachkonstruktion über der großen Fahrzeughalle ist bereits in den ersten beiden Arbeitswochen erneuert worden. Im Laufe dieses Monats beginnen schließlich auch der Fensteraustausch und die Fassadenarbeiten, wie Bauleiter Jörg Weber und Architekt Roland Ott gegenüber der OP erläuterten. Dabei wird dann auch die Fassade des ansonsten bereits fertig sanierten Altbaues mitverkleidet und zwar mit Platten in feuerwehrroter Farbe (die OP berichtete).

Bis August, spätestens September, so sieht es der Ablaufplan vor, sollen diese Sanierungsarbeiten allesamt abgeschlossen sein.

Während der Arbeiten muss die Feuerwehr improvisieren. Ein Teil der Fahrzeuge, die ansonsten in der großen Halle stehen, sind in den fertigen Altbau umgesiedelt. Andere Fahrzeuge müssen je nachdem während des Tages vor die Fahrzeughalle gefahren werden. „Dabei mussten wir natürlich bei den wasserführenden Fahrzeugen auch das Thema Frost berücksichtigen. Deshalb haben wir mit den Arbeiten auch etwas später begonnen als zunächst noch geplant“, erläuterte Bürgermeister Jochen Kirchner.

Als erstes fertiggestellt wird der neue Multifunktionsraum. Den wird die gesamte Kirchhainer Feuerwehr für Schulungen nutzen. Er wird aber auch dem Kirchhainer DRK zur Verfügung stehen. Hinzu kommen noch zwei Anbauten in einem eigenen Bauabschnitt. „Wir bereiten zurzeit die Ausschreibung vor“, erläutert Bauleiter Weber.

Durch diese Anbauten werden dann auch zeitgemäße Umkleiden für die Kirchhainer Feuerwehrleute entstehen. „Was uns wirklich ganz wichtig ist, ist die Optimierung der Umkleide- und der Spindesituation“, unterstreicht Gordon Schneider, Sprecher der Kirchhainer Feuerwehren. Damit gehe ein nicht mehr länger haltbarer Zustand zu Ende, freut sich Schneider.

Die Umkleidespinde standen in der Vergangenheit in der Fahrzeughalle, was ohnehin längst nicht mehr zulässig ist - und bei Überprüfungen auch schon moniert wurde. Auch Duschen und Toiletten werden in den nächsten Monaten wieder in einen zeitgemäßen Zustand gebracht. Zukünftig gibt es auch einen „Schwarz-Weiß“-Bereich. Feuerwehrleute müssen dann mit ihrer oft stark verschmutzte Einsatzkleidung nicht mehr durch den halben Stützpunkt laufen. Auch der Werkstattbereich, der allen Kirchhainer Feuerwehren dient, wird nun modernisiert.

Bei den Baukosten liegt beim Kirchhainer Feuerwehr-Stützpunkt alles im Soll, Steigerungen haben sich bisher nicht ergeben. Rund 700000 Euro sind für den zweiten Bauabschnitt veranschlagt, die beiden geplanten Anbauten schlagen noch einmal mit etwa 220000 Euro zu Buche. Für die Sanierungsarbeiten und die Anbauten erhält die Stadt Fördergelder.

von Michael Rinde

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