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Brunnenfest

Das ganze Dorf profitiert, wenn Vereine feiern

Das wenig frühlingshafte Wetter sorgte dafür, dass nicht ganz so viele Besucher wie in den Vorjahren zum Langendorfer Brunnenfest kamen. Dennoch waren die Organisatoren zufrieden.
Die Kindertrachtengruppe Wohra präsentierte beim Brunnenfest in Langendorf ihre neu einstudierten Tänze. Foto: Karin Waldhüter

Die Kindertrachtengruppe Wohra präsentierte beim Brunnenfest in Langendorf ihre neu einstudierten Tänze.

© Karin Waldhüter

Langendorf. Die „kalte Sophie“ machte als letzte der fünf Eisheiligen am Pfingstsonntag ihrem Namen alle Ehre: Von Graupelschauer über Regen, Wind und sonnigen Abschnitten hielt das Wetter die gesamte Bandbreite bereit. Zwar war das Fest am Nachmittag nicht ganz so gut besucht wie sonst, doch fast alle Bänke in dem aufgestellten Festzelt und in der Dorfscheune waren gut belegt.

Erneut hatten der Männergesangverein, die Feuerwehr, der Sportverein und der Jugendclub das 34. Brunnenfest gemeinsam auf die Beine gestellt. „Man sieht ja, die Leute kommen trotz des Wetters“, erklärt Karl-Heinz Metke, einer der drei Vorsitzenden des Männergesangvereins und Mitglied des neunköpfigen Organisationsteams, zufrieden.

Im letzten Jahr war das Fest um einen Weinstand rund um den Brunnen vergrößert worden. „Das ist wohl das kleinste Weindorf in Hessen“, berichtet Helmut Dietrich, Vorsitzender des Organisationsteams, lachend. Damit die Besucher den Wein auch genießen konnten, war in dem Bereich extra ein Zelt aufgestellt worden.

Begonnen hatte das Brunnenfest traditionell mit einem Gottesdienst. Zum ersten Mal präsentierte sich der Projektchor des MGV Langendorf in seinem Heimatort und unterhielt während und nach dem Gottesdienst die Besucher. „Die Leute waren zufrieden und begeistert“, freute sich Metke.

Große Unterstützung aus dem Dorf

Insgesamt waren weit über 100 freiwillige Helfer rund um das Fest im Einsatz und viele Freiwillige, darunter auch Nichtmitglieder, hatten Kuchen für das große Büfett gespendet. „Die Unterstützung aus dem Dorf ist enorm“, so Dietrich. Es habe kaum Abmeldungen bei den eingeteilten Diensten gegeben.

Jedes Jahr wird ein Teil des Reinerlöses wieder in das Fest investiert und es werden Anschaffungen getätigt, die dem ganzen Dorf zur Verfügung stehen. Im vergangenen Jahr wurden Bänke und ein Edelstahlgrill angeschafft, die von jedem Langendorfer ausgeliehen werden können. Daneben erhalten auch die Vereine einen kleinen Obolus.

Für die jungen Besucher gab es neben einer Hüpfburg wieder zahlreiche Spiele, die von Jugendlichen aus dem Dorf betreut wurden. Auf das beliebte Ponyreiten mussten die kleinsten Besucher allerdings verzichten, das wegen des derzeit herrschenden Pferdevirus abgesagt worden war.

Vor der Dorfscheune hatte Seema Anaud ihren Stand aufgebaut. Sie kommt aus Afghanistan und lebt seit vier Jahren im Flüchtlingsheim in Wohra. Sie verzierte die Haut der Besucher mit Tattoos.

Am Nachmittag zeigte die Kindertrachtengruppe Wohra unter der Leitung von Hannelore Keding-Groll, Jennifer Corell und Patricia Limper die neu einstudierten Tänze der Saison. Anschließend unterhielt die Hessische Trachtenkapelle Wohratal die Besucher. Am Abend spielten „The Heads“.

von Karin Waldhüter


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