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"Das bisschen Marburg macht Pletti gleich mit"

Karneval "Das bisschen Marburg macht Pletti gleich mit"

Männer hatten am Freitagabend beim Frauenfasching keine Bedeutung, da waren sich rund 100 närrische Weiber im Schützenbau einig.

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Auch als „verschossene“ Schulmädchen auf der Bühne eine Wucht: Christa Dörr (links) und Hiltrud Bieker.

Quelle: Karin Waldhüter

Rüdigheim. Ausgelassene Stimmung herrschte von Beginn an im Schützenbau. Toll verkleidet und geschminkt wird geschunkelt, gelacht und gekreischt. Richtige Weiberstimmung eben, die Ohmtalboy Marco Witzel mit Stimmungsmusik noch weiter anzuheizen wusste.

Weiter brauchte es keine Männer, höchstens als Bedienstete hinter der Theke und ganz am Ende des Abends. Da ließ das Männerballett aus Nieder-Ofleiden mit einem feurigen Auftritt die Frauenherzen höherschlagen. „Wo sind denn die Männer? Haben die hier nichts zu sagen?“, hatten Brigitte Fischer und Ulrike Mengel einige Stunden zuvor als „zwei von drei Feußnermädels“ ins Publikum gefragt. „Nein“, schallte es einstimmig aus den Frauenkehlen. Da war die Stimmung schon auf dem Höhepunkt angekommen.

Fluch der Karibik geht immer noch ab

Erneut moderierten Martina Birk als Carmen Geis und Hausmeister Robert (Ulrike Mengel) den Abend. Hilfe gab es dabei von „Perle“ Anneliese Dörr beim Bühnenaufbau und beim Orden verteilen. Altbewährt gestalteten wieder die Mitglieder der Frauengemeinschaft, der Landfrauen und des Sportvereins Rüdigheim das Programm, das erst eine Stunde nach Mitternacht zu Ende ging.

Die erste Rakete des Abends holte sich die Tanzgruppe „Black Pearls“ aus Niederklein zur Musik des Films „Fluch der Karibik“ ab. Als nicht mehr ganz so „taufrische“ Schulmädchen und mit fröhlichen Sommersprossen und Zopfperücken erzählen humorvoll Christa Dörr und Hiltrud Bieker in Platt von ihrem ersten Schwarm und mussten feststellen, dass sie beide für den gleichen Rüdigheimer entflammt sind. „Meiner is Diakon, der ist was Höheres“, erzählt das eine Schulmädchen verschmitzt. „Meiner is Doktor, aber net so einer der in Hals guckt“, berichtet das andere verträumt.

Lachtränen und Urgesteine des Rüdigheimer Faschings

Christa Dörr sorgte später noch als „Tratschtante“ und zusammen mit Tochter Victoria im Sketch „Fahrkartenschalter“ für noch mehr Lachtränen, und auch Hiltrud Bieker begeisterte noch einmal als „Oma“. Die Urgesteine des Rüdigheimer Faschings, Brigitte Fischer und Ulrike Mengel, kamen als „zwei von drei Feußnermädels“ in diesem Jahr zu zweit daher. Conny Riehl hatte im Vorfeld mitgedichtet, konnte aber an diesem Abend nicht dabei sein. Als Hans-Dieter Röschen, Gesandter der Stadt Amöneburg, und Hans Blümchen von der Stadtverwaltung Kirchhain, Abteilung Abwehr feindlicher Übernahmen, nahmen sie bei einem Rundgang durch Rüdigheim Bürgermeister Michael Richter Plettenberg, die neuen Gesangbücher und allerlei Rüdigheimer Geschehnisse ins närrische Visier.

Bürgermeister kriegt sein Fett weg

Dass die Abteilung „Abwehr feindlicher Übernahmen“ gebraucht werde, dass habe Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg mit seiner Idee geschafft. „Ha, Zusammenlegung von Kirchhain und Amöneburg, dass ich nicht lache, wir Kirchhainer haben dafür nur ein kurzes hahaha übrig“, spötteln sie. In der Zeitung hätten sie was von einer Riesenhalle gelesen. Man habe sich schon überlegt, was sie dem Pletti an die Füße hängen könnten, damit er nicht noch mehr abhebe. Und die Leute, die da kämen, müssten ja irgendwie zu der Halle kommen. Da könne man doch eine Seilbahn bauen, von Burgholz über Kirchhain bis hoch zum Berg. Und Marburg suche doch einen neuen Oberbürgermeister. „Da könnte man die Seilbahn gleich weiter bis zum Schloss bauen und der Pletti macht das bisschen Marburg gleich mit“, berichten sie, und das Publikum dankt mit einer Riesenrakete.

Und humorvoll ging es weiter, denn als Frau eines Frührentners stellte Brigitte Edler ihren Beitrag unter das Motto „Humor muss man haben“. Ohne Zugabe kam die Gruppe der Landfrauen nicht davon. Als „Damenclub Sonnenschein“ begeisterten sie mit einem fröhlichen bunten Tanzbeitrag und unter der Anleitung von „Bademeisterin“ Eli Graf zeigten die Frauen die neuesten Bademoden und luden das Publikum zum „mitschwimmen“ ein. Die „Gleer Tanzmädels“ begeisterten nach der Pause mit einer tollen Sternenshow. Angeführt von Hella von Sinnen (Kornelia Birk) präsentierte die Gymnastikgruppe ein Playback-Spektakel.

von Karin Waldhüter

Bis zum Baubeginn von Deutschlands größtem Solarthermiefeld und dem dazugehörigen Nahwärmenetz müssen die Mengsberger zwar noch einige Hürden überwinden, wichtige Schritte sind aber bereits getan.

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