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Das Rauschenberger Herz ist gelb

Slogan: "Familienstadt mit Herz" Das Rauschenberger Herz ist gelb

Rauschenbergs Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) stellte vor dem Haupt- und Finanzausschuss Grundzüge der künftigen Vermarktungsstrategie des Magistrats vor.

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Blick auf den Rauschenberger Marktplatz. Der Magistrat will für die Vermarktung Rauschenbergs auf die Schönheit der Stadt und ­
ihrer Umgebung sowie auf ihre Familienfreundlichkeit setzen. Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg. „Rauschenberg - Familienstadt mit Herz“, lautet das in wenige Worte gegossene Selbstverständnis der Stadt, mit dem diese künftig auch für sich werben will. „Wir haben drei vorbildlich ausgestattete Kindergärten mit familienfreundlichen Öffnungszeiten, 20 Spielplätze, ein schönes Freibad, tolle Angebote der Vereine und der Stadtjugendpflege, preisgünstigen Wohnraum und günstige Bauplätze“, begründete der Bürgermeister die Entscheidung für diesen Slogan. Den hat inzwischen Jörg Näther, der neue Öffentlichkeitsbeauftragte der Stadt, grafisch umgesetzt. Herzstück des Signets ist ein markantes Herz - gelb mit schwarzen Konturen. Die ungewöhnliche Farbgebung ist den Rauschenberger Stadtfarben geschuldet: Schwarz und Gelb.Das Signet soll nicht nur den Briefkopf, sondern auch alle Publikationen der Stadt zieren, kündigte Michael Emmerich an. In Vorbereitung seien mehrere Flyer zu allen wichtigen Themengebieten für die Bürger der Stadt, den Gästen und den Menschen, die einen Umzug nach Rauschenberg erwägen. Geplant sei ein Portfolio von Flyern mit Informationen zu allen Stadtteilen, zu den Baugebieten, Schulen, Kindergärten, dem Leerstand und Freizeitmöglichkeiten wie Büchereien, Freibad und Märchenwald. Diese Flyer ließen sich zielgerichtet auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Interessenten in Mappen zusammenstellen, erläuterte der Bürgermeister. Zweites Standbein der Öffentlichkeitsarbeit sei der neue Internetauftritt der Stadt, der noch im Oktober online gehen soll. Die Homepage bleibe in ihrer Grundstruktur erhalten, werde aber wesentlich mehr Inhalte und Informationen bieten. Sie solle stets aktuell gehalten werden und Service-Funktionen erhalten, die manchen Gang aufs Rathaus ersparen, so der Bürgermeister. Ermöglichen sollen dies interaktive Formulare, die die Bürger an ihrem PC ausfüllen können. Diese sollen so bald als möglich auf der Homepage eingestellt werden. Der Ausschussvorsitzende Stefan Seibert (Bündnis 90/ Die Grünen) bezeichnete die Grundidee für die Öffentlichkeitsarbeit als gut. Das Signet gewährleiste einen hohen Wiedererkennungswert. Werner Metke (SPD) regte an, weitere Punkte für die Öffentlichkeitsarbeit zu berücksichtigen. Rauschenberg sei auch eine Stadt für Ruheständler. Deshalb müssten auch die vielfältigen Möglichkeiten für die ältere Bürgerschaft in der Stadt propagiert werden. Zudem biete Rauschenberg bezahlbaren Wohnraum und schnelles Internet, zwei entscheidende Faktoren für die Wohnort-Wahl und damit wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit, sagte der Stadtverordnete. Das Leitbild soll aus denGremien heraus wachsen Der Bürgermeister bezeichnete diese Vorschläge als wichtig für die schon oft angemahnte Leitbild-Diskussion. In den Gremien müssten Stärken und Schwächen der Stadt diskutiert und aufgelistet werden. Daraus könne dann ein Leitbild für die Stadt entwickelt werden.Dem zweiten Tagesordnungspunkt schickte Stefan Seibert voraus, dass ein Antrag seiner Fraktion für die Tagesordnung missverständlich formuliert worden sei. Die Grünen hätten keine konkreten Pläne beispielsweise für die Gründung ­einer Verwaltungsgemeinschaft im Kopf. Ziel des Antrags sei es allein, Informationen zu sammeln, auf welchen Gebieten der Kommunalverwaltung durch Kooperation mit anderen Kommunen Einsparungen möglich seien. Diese Informationen sollten dann in den Gremien der Stadtverordnetenversammlung ergebnisoffen bewertet werden, erklärte Seibert. Kooperationen gebe es bereits in einigen Bereichen der Stadtverwaltung. Es sei theoretisch auch möglich, diese auf alle Ebenen der Verwaltung auszudehnen. „Ich kenne aber keine Kommune, wo das vernünftig läuft“, sagte Emmerich. Zentralisierung sei immer mit der Auslagerung von Leistungsbereichen verbunden. Beim Abwasser habe dies die Stadt getan. Und derzeit erwäge der Magistrat dies für die Trinkwasser-Versorgung. „Es ist fraglich, ob uns ein großer Verbund nimmt“, sagte Emmerich. Skeptische Stimmen gab es auch von anderen Ausschussmitgliedern. Schließlich einigte sich das Gremium darauf, dass der Magistrat zu den Etatberatungen eine Auflistung bestehender Kooperationen vorlegt. Nach der Verabschiedung des Haushalts bekommt der Ausschuss Informationen über weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit, die ergebnisoffen beraten werden. Dem stimmte der Ausschuss bei einer Enthaltung zu.

von Matthias Mayer

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