Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Sprühregen

Navigation:
Das Publikum ist völlig hingerissen

Theaterstück Das Publikum ist völlig hingerissen

An drei Nachmittagen präsentierte die Kindertheatergruppe der Kolpingfamilie das amüsante und kurzweilige Stück "Hugo - oder ein Mann für Mama".

Voriger Artikel
Schützen blicken stolz zurück
Nächster Artikel
Großes Lob für den Gemeinsinn

Kobold „Hugo“ (kleines Bild, rechts, Sarah Schwink) ist nur für Stefan (Noah Schwarzer) sichtbar und sorgt für viel Unruhe bei der Suche nach einem Mann für Mama.Fotos: Karin Waldhüter

Niederklein. Für die Besucher war das Stück ein großes Vergnügen: Nach eineinhalb Stunden Aufführung applaudierten sie lautstark und waren völlig hingerissen. Das Stück aus der Feder von Werner Schulte lebte von der Begeisterung und der Freude, mit der die Kinder es spielten.

Seit Oktober hatten sich 16 Kinder- und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren auf die Auftritte vorbereitet. Vor drei Jahren standen die jungen Laiendarsteller der Kindertheatergruppe der Kolpingfamilie zum ersten Mal auf der Bühne.

„Wir hatten das Glück, dass Aline Horner und Kristin Ludwig von Anfang an die Leitung übernahmen“, erinnert sich Fritz Gnau, der bei der Kolpingfamilie fürs Theaterspielen zuständig ist und die Gäste im gut gefüllten Pfarrheimsaal willkommen hieß. „Zu sehen, wie die Theatergruppe zu einer Gemeinschaft geworden ist, in der jeder für den anderen einsteht, ist mehr wert, als das gesamte Spiel“, betonte er.

In der heißen Phase noch intensiver geübt

Horner und Ludwig hatten der Auswahl des richtigen Stückes eine große Bedeutung zugemessen und zwölf Werke gelesen, ehe sie sich entschieden. Trotz Umzug, Auslandsseminar und Bachelorarbeit hatten die beiden 24-Jährigen seit Oktober jede Woche anderthalb Stunden mit den Kindern und Jugendlichen geübt. In der heißen Phase kurz vor dem Auftritt natürlich noch intensiver.

Aline Horner und Kristin Ludwig sind „Eigengewächse“ der Kolpingfamilie und stehen beide selbst beim Kolpingtheater auf der Bühne. „Wir haben wahnsinnige Talente in der Kindertheatergruppe. Die ziehen die anderen Kinder mit hoch. Nach drei Jahren ist die Gruppe deshalb auch ein Team“, berichtet Horner.

Im Mittelpunkt des Stückes stehen Witwe Marianne (Katharina Herfert) mit ihrem Sohn Stefan (Noah Schwarzer) und Tochter Marie (Emilia Gruß). Für einigen Wirbel sorgt Kobold „Hugo“ (Sarah Schwink), der im Leben von Stefan genau zum richtigen Zeitpunkt auftaucht: Dieser hält nichts davon, dass seine Schwester zusammen mit ihrer Clique (Klara Goldbach, Emily Schmidt, Stephania Marcovici, Philipp Schmidt, Megan Perri) einen neuen Mann für die Mutter finden will.

Sohn Stefan führt ständig Selbstgespräche

Mama selbst ist nicht abgeneigt, hat sie doch gerade den netten Herrn Fröhlich (Johannes Goldbach) kennengelernt. Sorgen macht sich die Mutter um Sohn Stefan, der ständig Selbstgespräche führt - weiß sie doch nichts von seinem ­Gesprächspartner Hugo, der für alle übrigen unsichtbar ist.

Deshalb bestellt sie einen Arzt (Marvin Huber), der gemeinsam mit seiner Helferin (Sophie Richter) die Ursache ergründen will. Für ein lustiges Durcheinander sorgt Hugo, als er alle möglichen eingeladenen Heiratskandidaten in die Flucht schlägt. Derweil ist die Frau des Hausmeisters (Julia Goldbach) mal wieder dabei, ihren Mann (Philipp Hausrath) mit einem resoluten Auftritt in die Schranken zu weisen.

Weiter auf der Bühne zu sehen waren Sarah Fabian als beste Freundin der Mutter und Elisabeth Botthof als Heiratswillige und als Kellnerin. Natürlich gab es am Ende ein Happy End, als sich die beiden Geschwister einig sind: „Der Fröhlich soll es sein“ - ganz so, wie es Kobold Hugo auf lustige Weise eingefädelt hatte.

von Karin Waldhüter

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr