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Das Nahwärmenetz naht

Bioenergie Das Nahwärmenetz naht

Aller Voraussicht nach wird das Nahwärmenetz der Kernstadt Rauschenbergs 7,5 Kilometer lang. 151 Haushalte haben bisher Interesse an einem Anschluss bekundet - aber es ist noch Platz für mehr.

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Die Nahwärme ist ein „Abfallprodukt“ der Biogasanlage an der Fiddemühle.Archivfoto: Mayer

Rauschenberg. Seit Erstellung einer Machbarkeitsstudie für ein Nahwärmenetz wächst das Interesse der Bürger immer mehr. Bei 151 potenziellen Anschlüssen seien sie inzwischen angekommen, berichtet Helmut Schmid vom Rauschenberger Arbeitskreis, der für heute, 19 Uhr, eine letzte Infoveranstaltung in der Kratz‘schen Scheune vorbereitet.

Für den 23. Juli, 19 Uhr, ist die Gründungsversammlung der Nahwärmegenossenschaft geplant. Schmid hofft, dass dann wenigstens 100 Haushalte beitreten - der Rest solle folgen. Der Genossenschaftsbeitrag beläuft sich auf 3500 Euro -darin enthalten sind auch die Kosten für die Erschließung auf den Grundstücken und die Übergabestation. Wie hoch - beziehungsweise niedrig - die Kosten pro Kilowattstunde ausfallen, will Schmid noch nicht beziffern. Die Bürger sollten sich am Preis von Josbach oder Schwabendorf orientieren: „Wir werden wohl an der Untergrenze liegen.“

Die Vorbereitungen für das Nahwärmenetz laufen - und zwar gut, wie Schmid erklärt. Dennoch wolle er die Mitglieder des Arbeitskreises noch ein bisschen antreiben. Derzeit beschäftigen sich die Rauschenberger mit einer Holzhackschnitzel-Anlage, mit der sie Spitzenlasten abdecken wollen. Einen Standort haben sie noch nicht festgelegt: „Wir haben verschiedene Optionen zur Auswahl.“

Fünf Millionen Kilowattstunden Nahwärme von der Biogasanlage an der Fiddemühle stünden zur Verfügung: „Wir können also noch mehr Haushalte als die 151, mit denen wir momentan rechnen, aufnehmen.“ Dann müsste zwar die Leistungsfähigkeit der Holzhackschnitzel-Anlage neu berechnet werden, das sei es jedoch wert, betont Schmid und fasst zusammen: „Ein Nahwärmenetz ist eine Bereicherung für Rauschenberg. Es ist etwas, das Bürger für Bürger machen - alle, die sich beteiligen, profitieren davon. Bei uns geht der Preis höchstens noch runter, schließlich dürfen wir keine Gewinne machen. Das darf man nie vergessen.“

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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