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Das Markenzeichen ist die Kontinuität

120 Jahre Gesangverein Ernsthausen Das Markenzeichen ist die Kontinuität

Mit seinen 120 Jahren ist der Gesangverein Ernsthausen der älteste Verein des Rauschenberger Stadtteils. Zwei Tage feierten die Sängerinnen und Sänger ihr Jubiläum im Storchennest Ernsthausen.

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Der Chor des gesangvereins Ernsthausen sang bei zwei Konzerten zu seinem 120-jährigen Bestehen im Gemeinschaftshaus Storchennest. Fotos: Heinz-Dieter Henkel

Ernsthausen. Auf die Frage, „was tun Sänger, wenn sie feiern“, kann die Antwort nur „Singen“ lauten. Und so hatten sich die Frauen und Männer des Gesangvereins von 1895 einfach sechs Chöre aus dem Sängerkreis Wohratal eingeladen, um gemeinsam ihr nicht ganz rundes Jubiläum zu feiern.

Am Samstagabend hieß der Vereinsvorsitzende Werner Linker Gäste aus Bracht, Schiffelbach und Speckswinkel im Bürgerhaus „Storchennest“ willkommen.

An beiden Tagen eröffneten die Gastgeber die kleinen Chorkonzerte mit dem „Bundeslied“ das Wolfgang Amadeus Mozart erst kurz vor seinem Tode schreib.

Den Reigen der Gastchöre eröffnete der gemischte Chor Schiffelbach unter seiner Leiterin Heide Schwöbel mit dem Stück „Zur Feier“ von dem deutschen Komponisten der Vorklassik, Christoph Willibald Gluck. Der gemischte Chor Speckswinkel mit Chorleiterin Babara Zimon hatte mit „Die Gedanken sind frei“ und „Auf auf zum fröhlichen Jagen“ zwei echte deutsche Volkslieder im Gepäck, und der Gesangverein Bracht mit Peter Jerabeck am Notenpult rundete den Abend ab.

Nachdem das „Weit weit weg“ der Gastgeber, nach der Vorlage des österreichischen Liedermachers Hubert von Goisern verklungen war, saßen die Sänger noch geraume Zeit zusammen.

Das folgende Chorkonzert begann bereits mittags, und auf die Gastgeber folgte diesmal der MGV Langendorf mit Dirigent Manuel Schäfer und dem Stück: „Zeit ist ein Geschenk.“ Während Vereinsvorsitzender Werner Linker, obwohl abgesprochen, zunehmend nervöser, die Türe immer im Auge, auf die Ankunft der Sängerinnen des Rauschenberger Frauenchors wartete, betrat die Chorgemeinschaft aus Josbach und Wolferode die kleine Bühne und trug unter Leitung ihres Chorleiters Bernhard Katzenbach ihren Teil zum Gelingen des Konzertes bei.

Dann betraten zur sichtlichen Erleichterung von Linker die Sängerinnen des Frauenchors den kleinen Saal. Sie stellten sich mit zur Jahreszeit passenden bunten Liedvorträgen vor, wobei Ursula Kaletsch dirigierte, die Chorleiter Philipp Imhof als Dirigentin vertrat.

Ganze sieben Vereinsvorsitzende hat der Gesangverein Ernsthausen, der erst seit 1977 als gemischter Chor firmiert, in seiner langjährigen Geschichte bisher gehabt. Das spricht für große Kontinuität in der Führung des Vereins. Das gilt auch für die musikalische Leitung des Chores. Unter den wenigen Ernsthäuser Chorleitern hält Wilhelm Schleiter mit seinem 23 Jahren währenden Dirigat den inoffiziellen Vereinsrekord.

Derzeit gehörten dem Gesangverein Ernsthausen 24 aktive Sänger und 23 fördernde Mitglieder, sagte der Vorsitzender Werner Linker während der Jubiläumsfeier. Wie die meisten der befreundeten Chöre leide auch der Ernsthäuser Chor unter Überalterung, stellte Linker fest und lud alle Ernsthäuser zu den Proben ein.

Der Gesangverein nutzte den Anlass für drei Ehrungen. Robert Lauks ist seit 10 Jahren Dirigent und wurde ebenso ausgezeichnet wie Helmut Vogt (für 40 Jahre aktives Singen) und Walter Linne für 60-jährige Mitgliedschaft im Gesangverein Ernsthausen.

von Heinz-Dieter Henkel

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