Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Das Jobcenter bekommt mehr Platz

Umzug Das Jobcenter bekommt mehr Platz

Zumindest beim Kreis ist nach einigem Vorlauf ­etwas Eile geboten. Das Jobcenter in Stadtallendorf soll möglichst im ersten Quartal nächsten Jahres in das Arbeitsamtgebäude ziehen.

Voriger Artikel
Facettenreich und eindringlich
Nächster Artikel
Ein Einblick, wo noch ein Ausblick ist

Die Wegweiser werden sich im Laufe des nächsten Jahres ändern. Das Jobcenter wechselt das ­Gebäude.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Rund 360000 Euro, so die bisherige Kostenschätzung, kostet ein besonderer Mieterwechsel die Stadt Stadtallendorf aller Voraussicht nach. Das „Regionalcenter Ost“ des Kreisjobcenters (KJC) soll vereinigt werden und zwar im Gebäude, das jetzt von der Agentur für Arbeit genutzt wird (der seinerzeitige „Arbeitsamtneubau“).

Dafür, so der Plan, zieht die Agentur für Arbeit in die derzeit vom KJC genutzten Räume im Untergeschoss des Rathausanbaus.

Warum dieser Umzug im großen Stil? Die OP fragte beim für das KJC verantwortlichen Vize­landrat Marian Zachow nach den Gründen. Zum einen seien die beiden Abteilungen des Stadtallendorfer Jobcenters derzeit auf zwei Gebäude verteilt. Eine nutzt Räume im Rathausanbau, die zweite hat ihre Büros im jetzigen Arbeitsamtgebäude. „Bei der jetzt geplanten Lösung haben wir zukünftig eine große Einheit und zugleich auch mehr Platz“, sagt Zachow im Gespräch mit dieser Zeitung. Dass Handlungsbedarf bestehe, sei schon seit einigen Jahren bekannt.

Bevor das alles allerdings geschehen kann, muss die Stadt Stadtallendorf investieren. Und das soll möglichst schnell geschehen, weshalb kurzfristig die städtischen Gremien gefragt sind. Sie müssen im noch laufenden Jahr aus haushaltsrechtlichen Gründen Mittel genehmigen, damit die Arbeiten formal korrekt ausgeschrieben werden können. Das soll in der Stadtparlamentssitzung am 15. Dezember geschehen. Zuvor befasst sich unter anderem auch der Ausschuss für Grundsatzangelegenheiten, zentrale Steuerung und Finanzen mit der Thematik. Er tagt am Dienstag, 13. Dezember. Doch warum diese Eile? Das hat laut Zachow ganz praktische Gründe: „Unsere jetzige Datenleitung ist viel zu langsam und es muss dringend was passieren“, erläutert er.

Mitarbeiter brauchen schnellere Datenleitung

Zwar wäre es auch am jetzigen Standort möglich gewesen, eine schnellere Leitung aufzuschalten. Doch da klar war, dass das KJC früher oder später umzieht, habe man darauf verzichtet. Zudem hätte der Kreis als Mieter der jetzigen Räume in neue Kabel investieren müssen. Das Regionalcenter Ost des KJC betreut derzeit 1915 „erwerbsfähige Leistungsberechtigte“, so die formale Bezeichnung. Offenbar ist der Leidensdruck in Sachen Datenübertragung bei den 29 Mitarbeiten des KJC jetzt so groß, dass es nunmehr schnell gehen soll. „Und wir kaufen jetzt eine andere Qualität ein“, sagt Zachow. Er schätze auch im digitalen Zeitalter die weiterhin vorhandene räumliche Nähe zwischen der Agentur für Arbeit und dem KJC. Doch nun ist zuerst die Stadt Stadtallendorf, genau gesagt der Eigenbetrieb Dienstleistungen und Immobilien, am Zug. Es muss in den Brandschutz und in einen weiteren Fluchtweg im Rathausanbau investiert werden. Die Bundesagentur für Arbeit hat dem Umzug natürlich zugestimmt, so die Angaben der Stadtverwaltung. Allerdings muss dafür ein neuer Empfangsbereich im Rathausanbau und ein weiterer Fluchtweg geschaffen werden, damit die Räumlichkeiten für den Publikumsverkehr bei der Agentur für Arbeit zugelassen sind.

Es hätte durchaus auch anders sein können, der Kreis hatte sich im Sommer in einem Interessensbekundungsverfahren generell nach Räumen umgesehen. Doch bei diesem Verfahren hatte sich die Stadt durchgesetzt. Der Kreis wird für die Räume im Arbeitsamtsgebäude zukünftig auch mehr Miete zahlen, genau gesagt doppelt so viel wie jetzt. Laut Vorlage der Stadtverwaltung zahlt er künftig 12767 Euro monatlich. Die nötigen Investitionen sollen sich innerhalb von zweieinhalb Jahren amortisieren, wobei die Stadt einen über zehn Jahre laufenden Mietvertrag mit dem KJC abschließen wird.

Der Bürgermeister ist froh, dass es zu der jetzigen Lösung kommt. Sie mache betriebswirtschaftlich Sinn, zumal sie kostendeckend sein werde. Somogyi :„Zugleich ist es wichtig, dass das Angebot in unserem Behördenzentrum gehalten werden kann. Es ist in einem Industriezentrum wie unserem notwendig und wichtig.“

von Michael Rinde

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr