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Das Geld für Zebrastreifen fehlt noch

Kreisverkehre Das Geld für Zebrastreifen fehlt noch

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat Zebrastreifen an den Kreisverkehrs-Abfahrten erneut zum Thema gemacht. Gefordert ist dabei vor allem Hessen Mobil als Vertreter von Land und Bund.

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Autofahrer halten an der Ausfahrt Bahnhofstraße vor einer Fußgängerin mit Kinderwagen, demnächst wird es dort Zebrastreifen geben. Rechtes Bild: Nur am Kreisverkehr Herrenwaldstraße/Wetzlarer Straße sind die Zebrastreifen bereits vorhanden. Fotos: Rinde

Stadtallendorf. Zum zweiten Male seit vergangenem Sommer waren die teilweise fehlenden Zebrastreifen an Kreisverkehren ein Thema im Stadtparlament. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen wollte nunmehr Geld im Haushalt einstellen lassen, um die Zebrastreifen einzurichten. Doch wiederum, wie bei der behinderten Erschließung der Waldflächen oberhalb von St. Michael, will die Parlamentsmehrheit zunächst einen Bericht der Verwaltung erhalten. Dies hatte die CDU-Fraktion beantragt.

Im Kern geht es um die Kreisverkehre Bahnhofstraße/Herrenwaldstraße, den Kreisel Niederkleiner Straße/Waldstraße und Schillerstraße und den Kreisverkehr Am Bahnhof/Niederrheinische Straße. Mitte vergangenen Jahres, bei einer Ausschuss-Sitzung mit Ortstermin, hatte die Verwaltung bereits die frohe Kunde verbreitet, dass bei diesen drei Kreisverkehren Zebrastreifen an den Ausfahrten entstehen. Allerdings: Bereits damals standen noch unbedingt nötige Vorarbeiten aus. „Wir müssen vorher Lichtmessungen vornehmen, um festzustellen, ob die Zebrastreifen mit der Beschilderung ausreichend beleuchtet sind“, erläutert Sonja Lecher, Sprecherin von Hessen Mobil in Marburg auf Anfrage der OP. Im vergangenen Jahr war bei Hessen Mobil weder Geld für die Messungen noch für die eigentlichen Zebrastreifen samt Beschilderung im Budget vorgesehen. Wird es denn dieses Jahr mit den Zebrastreifen an den drei großen Kreisverkehren etwas? Sonja Lecher wagt keine Prognose. „Die Budgetplanung ist dazu noch nicht abgeschlossen“, erklärt sie gegenüber dieser Zeitung. Um welche Summe es dabei geht, konnte Lecher derzeit noch nicht beziffern. Auch bei anderen Städten im Landkreis sollen Zebrastreifen an einzelnen Kreisverkehren nachgerüstet werden.

Entscheidung bei Behördentermin

Zur Auswahl der drei Kreisverkehre war es bei einem Ortstermin von Stadtverwaltung, Straßenverkehrsbehörde, Hessen Mobil und Polizei gekommen. Hubertus Müller, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung, verweist darauf, dass sich alle beteiligten Behörden über den Sinn der Zebrastreifen einig waren. Polizeisprecher Martin Ahlich bringt es aus Sicht der Ordnungshüter auf den Punkt: „Jede Aktion, die zusätzliche Sicherheit schafft, ist zu begrüßen.“

Autofahrer können dabei schon jetzt nicht willkürlich aus den Kreisverkehren herausrasen, wenn dort Fußgänger stehen. Sie müssen sich an einen Passus in der Straßenverkehrsordnung halten (Paragraph 9, Absatz 3). Demnach haben Autofahrer beim Abbiegen Rücksicht auf Fußgänger zu nehmen und müssen gegebenenfalls sogar anhalten, wie Martin Ahlich erläuterte. Darauf hatte auch Winand Koch (FDP) bei der jüngsten Aussprache zum Thema Kreisverkehre hingewiesen.

Die Finanzierung der Zebrastreifen ist nicht allein Sache von Hessen Mobil, sprich dem Land. „Wir müsen dort Kosten mitübernehmen, wo auch städtische Straßen an einen Kreisverkehr angebunden sind“, sagt Müller.

von Michael Rinde

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