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Das Finale gestalten die Fernsehstars

Karneval Das Finale gestalten die Fernsehstars

An zwei Tagen war das Pfarr- und Jugendheim fest in närrischer Hand. Die Mitglieder der Frauengemeinschaft St. Katharina hielten die Stimmung jeweils vier Stunden lang hoch.

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Beim stimmungsvollen Finale standen unter anderem Fred und Barney, der rosarote Panther und andere Fernsehstars auf der Bühne.

Stadtallendorf. Wenn einmal im Jahr im Pfarr- und Jugendheim Luftschlangen, Konfetti und närrische Dekorationen den Saal in ein buntes Faschingskleid hüllen, und der Pfarrer mit Nachtmütze und Nachtlicht als Schlafwandler sein Stelldichein gibt, dann ist es wieder so weit, und es heißt „Kfd St. Katharina helau“.

„Der Karneval ist unsere Zeit, zum Feiern sind wir stets bereit, auch ohne die Männer vom starken Geschlecht feiern wir heute, das ist unser Recht“, erklärte die Vorsitzende Brigitte Huhn. „Was heißt heut Abend Kfd?“, fragte sie und gab die Antwort „Keine Frau daheim“ - die auch gleichzeitig das Motto für die fast vierstündige Veranstaltung war.

Mit neun Sketchen und einem Tanz und ständig neuen Dekorationen und Kostümen und einem fulminanten Finale erheiterte einmal mehr die Theatergruppe der Frauengemeinschaft St. Katharina die Gäste. Anna Schindler, Christa Bieker, Cornelia Viertelhausen, Ursula Weitzel, Christa Schäfer, Birgit Schmitt, Inge Görge, Helga Breitenstein, Sandra Ulrich, Renate Bachofner, Renate Huhn und Verena Peter, die zum ersten Mal auf der Bühne stand, begeisterten durch ihre Wandlungsfähigkeit und ihr komödiantisches Talent. Hinter dem Vorhang stand derweil Souffleuse Ulrike May für alle Fälle bereit. Gleich im ersten Sketch, „Stummes Stück“, zeigte Bühnendebütantin Verena Peter an der Seite von Helga Breitenstein, dass sie eine Bereicherung für die Gruppe ist.

Seit Oktober hatten sich die Frauen der Kfd St. Katharina auf den Abend vorbereitet. „Die Stückauswahl wird immer schwieriger, vieles ist schon einmal da gewesen“, erzählte Christa Bieker im Gespräch mit der OP. Sie wurde im Verlauf des Abends für ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum ausgezeichnet. Über 40 Jahre steht auch Urgestein Anna Schindler auf der Bühne der Kfd St. Katharina. In männlichen Rollen geht sie besonders auf. Gemeinsam mit Ursula Weitzel als älteres Ehepaar auf der Parkbank sitzend zum Beispiel. Mit aufgemaltem Bärtchen, Stock und Blaumann sorgte sie im Sketch „verstecktes Formkichelche“ auf „Ahndörfer Platt“ zusammen mit Christa Bieker, Birgit Schmitt, Ursula Weitzel und dem anschließenden „Geschwätz“ für einen weiteren Höhepunkt.

Danach widmeten sich die Frauen ihrem Pfarrer und Präses Diethelm Vogel: Früher sei ja mehr Weihrauch geschwenkt worden, monierten sie und vermuteten, dass dieser wohl zu teuer geworden sei oder der Pfarrer eine Weihrauchallergie habe.

Dann thematisierten sie die Kosten für ein Kerzenlicht, das man in der Kirche anzünden kann. „Die kommen aus Fulda und werden extra einzeln hierher gefahren“, vermutete Anna Schindler in ihrer unnachahmlichen Art.

Danach hoben die Frauen hervor, dass der Pfarrer nun ja auch noch Glee, „das sündige Dorf“, und somit insgesamt vier Pfarreien betreuen müsse. Ihr Tipp: Einen Gottesdienst aufzeichnen, den die Gläubigen dann bequem daheim am Laptop verfolgen können. Mit einer Rakete würdigten die Gäste diesen Auftritt. Das gleiche galt für den einzigen Tanz des Abends. Für das stimmungsvolle Finale verwandelte sich die Bühne dann in einen Fernsehapparat, und auf Knopfdruck erschienen in aufwendigen Kostümen Benjamin Blümchen, Wicki, Heidi und Peter, Nils Holgerson und Fred und Barney von den Feuersteins.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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