Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Das Feuerwehrhaus wird teurer

Kosten Das Feuerwehrhaus wird teurer

Der Neubau des Rauschenberger Feuerwehrgerätehauses soll bis zum Ende des Jahres bezugsfertig sein. Das ist der gute Teile der Nachricht, den Bürgermeister Michael Emmerich den Stadtverordneten verkündete.

Voriger Artikel
Wanderer begeben sich auf Spuren der Kaffeeschmuggler
Nächster Artikel
Ehrenbriefe für Adam März und Ilona Pohl

Von der alten Fahrzeughalle des Rauschenberger Feuerwehrhauses ist allein die Bodenplatte geblieben. Die Halle wird neu gebaut und erhält einen Anbau mit Funktionsräumen.

Quelle: Matthias Mayer

Rauschenberg. Weniger erfreulich ist der zweite Teil der Nachricht. Das Ausschreibungsergebnis für das größte Investitionsvorhaben des Jahres blieb um sieben Prozent über den im Haushalt veranschlagten Kosten. Ursprünglich hätte das Gebäude schon im vergangenen Jahr gebaut werden sollen. Das scheiterte am Förderbescheid, der zu spät in Rauschenberg eintraf.

Der Bürgermeister kündigte an, 50000 Euro für das Vorhaben in einen Nachtrags­haushalt einzustellen. Zugleich werde versucht, während der Bauphase Gelder einzusparen, erklärte der Kämmerer.

Dagegen ist ein anderes Projekt vorerst gestorben. Mit einem Kostenaufwand von 475000 Euro wollte die Stadt das seit 25 Jahren leerstehende Haus Marktstraße 25 sanieren und damit vier Fliegen mit einer Klappe schlagen:

  • Ein Baudenkmal sollte erhalten und der Leerstand in der Marktstraße verringert werden.
  • In dem Haus sollten akzeptable Wohnungen für Flüchtlinge geschaffen werden.
  • Im Erdgeschoss sollte der kommunale Secondhand-Laden Schatzkiste untergebracht werden.
  • Ferner sollte das Gebäude ein Werkstattcafé mit einigen Nähmaschinen und Platz für gemeinsames Basteln und Handarbeiten beherbergen, das zugleich Treffpunkt und Beratungsstelle für Flüchtlinge werden sollte.

Mit diesem multifunktionalen Nutzungskonzept hatte sich Rauschenberg für die Aufnahme in ein 140 Millionen Euro schweres Förderprogramm beworben mit der leisen Hoffnung auf eine 90-Prozent-Förderung. Daraus wird nun leider nichts, wie Michael Emmerich vor der Stadtverordnetenversammlung mitteilte.

Für das Programm gingen Anträge mit einem Fördervolumen von zwei Milliarden Euro ein; es war also dramatisch überzeichnet, und Rauschenberg fand keine Berücksichtigung.Von solchem Ungemach ist die geplante energetische Sanierung und Erweiterung des Schwabendorfer Dorfgemeinschaftshaus nicht betroffen.

Hermann Koch, Vorsitzender des Ausschusses Umwelt, Landwirtschaft und Bauwesen (ULB), berichtete vom Vor-Ort-Termin des Ausschusses in Schwabendorf. Der Ausschuss empfehle die Annahme der Beschlussvorlage, sagte Koch. Für den Grünen-Fraktionsvorsitzenden Stefan Seibert sind aber noch nicht alle Fragen geklärt. Er beantragte eine erneute Beratung im ULB. Das wiede­rum rief den Stadtverordneten und Schwabendorfer Ortsvorsteher Günther Aillaud (FBL) auf den Plan. „Kommen wir damit zeitlich in Verzug?“ wollte er wissen. Dem sei nicht so, beruhigte Bürgermeister Michael Emmerich. Zeitlich gebe es noch einen gewissen Spielraum.

von Matthias Mayer

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr