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Das "Dorf" kommt wieder sehr gut an

Heimat- und Soldatenfest Das "Dorf" kommt wieder sehr gut an

Das Wetter hat mitgespielt, das Weindorf war am Samstagabend prallvoll. So ist es kein Wunder, dass die Verantwortlichen eine positive Bilanz des Festes ziehen.

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Die „Bambinis“ sind gestartet, für die Kinder gab es beim 28. Stadtlauf am Sonntag natürlich eine eigene Wertung. Rechtes Foto: Robert Glaser schenkt eine der ersten Portionen Erbsensuppe aus. Fotos (2): Michael Rinde

Stadtallendorf. Das Festwochenende in Stadtallendorf war ein großer Erfolg. „Man kann nur rundherum zufrieden sein“, antwortete Bürgermeister Christian Somogyi auf die entsprechende Frage am Sonntagmittag.

Hinter dieser spontanen Antwort stehen einige Fakten. Rund 3000 Besucher kamen allein am Samstagabend in das Weindorf im Park, bereits am Freitag waren es Schätzungen zufolge etwa 1300 Gäste. Diese Zahlen nannte gestern Reiner Bremer, Leiter der Stabsstelle der Stadt und Chef der Fußballabteilung des TSV Eintracht Stadtallendorf, die das Weindorf erneut organisiert hatte. Natürlich habe das gute Wetter geholfen, unterstrich Bremer.

Zu Live-Musik genossen die Gäste das Angebot von Winzern wie Fußballern. Am Freitag spielten die „Skyliners“, Samstagabend war es die „Remember 60‘s Band“, die sich über ein „volles Dorf“ freute. Für die ehrenamtlichen Helfer der Fußballabteilung bedeutete das Weindorf in diesem Jahr nach Public Viewing und dem Open-Air-Konzert am vorherigen Wochenende noch einmal eine Herausforderung. „Manche Frau hat am Wochenende bis zu 20 Stunden am Grill verbracht“, berichtet Bremer vom großen Einsatz.

Auch im Vergnügungspark herrschte durchgehend Betrieb. Wieder bewährte sich die gewollte Achse zwischen Weindorf und den Schaustellern. Viele Familien machten dabei auch auf Stadtallendorfs bekanntestem Spielplatz im Park Station.

Am Samstag präsentierte sich tagsüber zudem die Stadtallendorfer Division Schnelle Kräfte (DSK). Die Soldaten stellten im Heinz-Lang-Park ihr einziges Gefechtsfahrzeug des Standorts Stadtallendorf vor. Der acht Tonnen schwere Hägglunds-Funkwagen vom Modell BV206S beeindruckte Kinder wie Erwachsene. Oberstleutnant Lars Lange und seine Kameraden beantworteten den Interessierten die wichtigsten Fragen. „Dieses Fahrzeug wird vor allem dann gebraucht, wenn die Division einen Gefechtsstand aufbauen muss“, sagte Lange. Mit Hilfe modernster Technik im hinteren Raum, darunter drei Laptop-Arbeitsplätze, können die Soldaten diverse Kommunikationsverbindungen aufbauen und via Satellit Informationen weitergeben.

Funkwagen als ein echter Blickfang

„Er ist heute unser Blickfang“, sagte Lange. Aber eigentlich gehe es primär darum, mit Besuchern ins Gespräch zu kommen. Am Nachmittag kamen zugleich die Freunde der Chormusik auf ihre Kosten. „Es ist wichtig, dass wir für alle ein gutes Angebot schaffen, und da gehört auch die Chormusik dazu.“ Kinder-, Jugend- und der Gemischte Chor aus Erksdorf hatten den Anfang gemacht, zum Abschluss sang der Rauschenberger Frauenchor. Auch bei diesem Programmpunkt war das Interesse groß. Gestern ging es am Morgen vor allem sportlich zu. Rund 230 Starter hatten sich für den 28. Stadtallendorfer Stadtlauf gemeldet (ein ausführlicher Bericht mit Ergebnissen folgt auf „Sport“), den die Leichtathletik- und die Turnabteilung der Eintracht traditionell organisierten. Was Bürgermeister Somogyi besonders freute: „Es macht sich gleich bemerkbar, dass sich drei Unternehmen dieses Mal beteiligen.“ Ferrero, die Eisengießerei Fritz Winter wie auch die Firma HOPPE stellten eigene Mannschaften. Hinzu kamen natürlich auch wieder Starter der DSK, 26 Soldaten hatten sich angemeldet. Zwar war es gestern niemandem kalt. Trotzdem schmeckte die von der Bundeswehr angebotene Erbsensuppe wieder vielen. Die Truppe brauchte sie gar nicht mehr groß anzupreisen. Rund 1000 Portionen waren vorbereitet worden. Den musikalischen Schlusspunkt setzten dann die „Stadtallendorfer Musikanten“ auf der Weindorfbühne.

Wer heute spontan Lust auf Rummel hat, der sollte einen Abstecher zum Vergnügungspark machen. Dort gibt es den abschließenden Familientag der Schausteller mit reduzierten Eintrittspreisen. Ebenfalls sehr erfreulich: Während des Festes, Stand Sonntagnachmittag, hat es laut der Polizei in Stadtallendorf keinerlei besondere Vorkommnisse gegeben.

von Michael Rinde und Yanik Schick

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