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Das Brummen des "Blitzers" stört die Anwohner

Ärgernis Das Brummen des "Blitzers" stört die Anwohner

Tagsüber ist sie kaum zu hören, in der Nacht raubt sie den Anwohnern den Schlaf: Die kürzlich aufgestellte, stationäre Geschwindigkeitsmessanlage an der Grundschule sorgt in Wohra für Unmut.

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Die Blitzersäule ist den Anwohnern zu laut.
Foto: Karin Waldhüter

Wohra. Die Anlage sei zu markant und zudem hässlich, außerdem sei das Gebläse zu laut, brumme wie ein Fön und störe besonders nachts. Einige Bürger Wohras machten während der Ortsbeiratssitzung ihrem Unmut Luft und übten Kritik am neuen „Blitzer“ an der Grundschule. „Wir wären als Anlieger gerne im Vorfeld mehr beteiligt gewesen“, hob ein Anwohner hervor.

Dass die Anlagen notwendig seien und für mehr Sicherheit sorgten, darüber waren sich alle Besucher der Ortsbeiratssitzung einig. „Wir sind alle für eine Verkehrsberuhigung, aber ich bin der Meinung, dass die Anlage mit einem solchen Krach nicht laufen kann“, sagte Ortsbeiratsmitglied Heiner Hellwig - der ebenfalls in der Nähe der Anlage wohnt.

Im vergangenen Jahr hatten Geschwindigkeitsmessungen an verschiedenen Stellen im Gemeindegebiet teilweise erschreckende Ergebnisse geliefert. Vor der Kindertagesstätte Halsdorf und in der Ortsdurchfahrt sowie an der Grundschule Wohra hielten sich viele Autofahrer nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern. Werte von bis zu 70 beziehungsweise 80 Stundenkilometern wurden dort aufgezeichnet.

Die Gemeinde, die einem gemeinsamen Radarordnungsbezirk mit Kirchhain und Rauschenberg angehört, reagierte und ließ vier Blitzersäulen aufstellen. Nach dem Austausch eines Relais sei die Anlage an der Schule in Wohra zwar jetzt etwas leiser, doch nachdem die Anlage schon einmal eine Nacht ausgeschaltet worden sei, habe ein Mitarbeiter des Ordnungsamts sie am nächsten Tag aufwändig neu justieren müssen, berichtete ein Anwohner.

Überrascht darüber, dass sich die Anlage nicht so einfach ausschalten lasse, zeigte sich Ortsvorsteherin Hannelore Keding-Groll. Sie bedauerte, dass sowohl Bürgermeister Peter Hartmann, als auch der Erste Beigeordnete Oliver Mohr nicht an der Sitzung des Beirats teilnahmen und kritisierte ebenso wie andere Redner den „mangelnden Informationsfluss“. Der Bürgermeister sei gefordert, mit den Bürgern zu sprechen und ihre Sorgen ernst zu nehmen, sagte sie.

Keding-Groll schlug vor, eine feste Kernzeit für die Anlage einzurichten - was allerdings nicht so einfach sei. Gemeindevertreter Harald Homberger (OLW) erklärte, die Verwaltung werde Kontakt zur Betreiberfirma aufnehmen. „Wir sind davon ausgegangen, dass von den Geräten keine Störung ausgeht. Wenn mehrere Male Kritik geäußert wird, dann gehe ich davon aus, dass eine technische Lösung kommt oder das Ding so lange aus bleibt“, erklärte er.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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