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Das „Aufscheuchen“ zeigt Erfolg

Afghanistan Das „Aufscheuchen“ zeigt Erfolg

In Hans-Werner Fritz‘ Zeit als Befehlshaber des Regionalkommandos Nord fielen Umwälzungen, schwere Kämpfe, Erfolge, aber auch Verluste.

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Quelle: Archivfoto

Stadtallendorf. Immer wieder nickt Hauptmann Andreas Wurster vom Stab der Division Spezielle Operationen in Stadtallendorf stumm, beinahe nachdenklich. Generalmajor Hans-Werner Fritz berichtete von einem der gefährlichsten Momente beim Afghanistan-Einsatz. Wurster saß in einem Hubschrauber, der notlanden musste. Einen halben Tag lang sei er in schwerem Gefecht an der Waffe gewesen, sagt Fritz, um die Besatzung und sich selbst zu retten. Fritz verlieh Wurster bei einer sicherheitspolitischen Veranstaltung in Stadtallendorf die Einsatzmedaille Gefecht der Bundeswehr. Was dem Hauptmann passierte kann auch zum Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan gehören.

Fritz war neun Monate lang am Hindukusch. Von Juni 2010 bis Februar 2011 führte er von Masar-i-Sharif aus das Regionalkommando Nord der ISAF und das deutsche Einsatzkontingent. Innerhalb von rund 40 Minuten fasste der Kommandeur der DSO Eindrücke und Erkenntnisse aus 36 Wochen in höchster Verantwortung zusammen. Sein Fazit: Es gibt inzwischen bemerkenswerte militärische wie zivile Erfolge beim Kampf gegen die Taliban. Im Jahr 2014 soll die Sicherheitsverantwortung komplett an die afghanische Regierung übergehen. Der deutsche Generalmajor und Kommandeur der DSO hält das für realisierbar – wenn der inzwischen eingeschlagene Weg der Isaf beibehalten wird. Aber er schränkt etwas ein: „Bis zur selbsttragenden Sicherheit brauchen wir noch Geduld.“

Partnering ist immer wieder Fritz’ Stichwort, der Aufbau der afghanischen Armee ANA in enger Zusammenarbeit mit den Soldaten der westlichen Allianz. Es zählt für ihn aber genauso die Zusammenarbeit unter den Verbündeten, das Erreichen der Afghanen, um dies es eigentlich in diesem vom Krieg zerstörten Land geht.

von Michael Rinde

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