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Das „Atmen“-Projekt kommt gut voran

Investorensuche auf der Expo Das „Atmen“-Projekt kommt gut voran

Erfreuliche Nachrichten zum „Atmen“-Projekt der Stadt brachten Amöneburgs Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg und der Marburger Diplom-Geologe Folke Diederich mit in den Bauausschuss, der unter Vorsitz von Peter Greib (AWG) seine Sommerpause beendete.

Amöneburg. Die Stadt möchte die Erddeponie im ehemaligen Steinbruch für touristische Zwecke nutzbar machen und hat für die Umsetzung dieser Idee den Marburger Planer beauftragt. Diederichs wohl wichtigste Botschaft: Der zuletzt befürchtete Methangas-Austritt auf der Deponie wird das „Atmen“-Projekt nicht stoppen. Eine aktuelle Messung habe nur an einem von 142 Messpunkten einen erhöhten Wert nachgewiesen.

Dieser sei vermutlich auf den dort erfolgten Einbau eines besonderen Bauschutts zurückzuführen, erklärte Diederich. Auf der abfallrechtlichen Seite sah er die Stadt derzeit nach dem Betriebsübergang noch etwas im Hintertreffen, weil es bei dem dafür zuständigen Planungsbüro einen personellen Ausfall gegeben habe. In der Praxis sei dies für die Erdanlieferung nicht von Belang, da nach der alten Genehmigung weiter Erde angeliefert und eingebaut werden könne.

Ei nbau von 50000 Kubikmetern Erde ist möglich

Derzeit seien 38000 Kubikmeter Erde angeliefert worden, erklärte Amöneburgs Deponie-Beauftragter Peter Heider. Insgesamt sei nach der alten Genehmigung der Einbau von 50000 Kubikmetern möglich.

Der Bebauungsplan befindet sich laut Bürgermeister in einer ersten Offenlage, um zu sehen, wie die so genannten Träger öffentlicher Belange auf das Vorhaben reagierten. Das beauftragte Planungsbüro arbeite an den letzten Details, die demnächst vorgestellt würden, sagte Michael Richter-Plettenberg.

Dieses Stichwort rief das Ausschussmitglied Ewald Schick (FWG) auf den Plan, der sich nach der Höhe der Planungskosten erkundigte. Diese lägen deutlich unter den Einnahmen, die die Stadt aus dem Betrieb der Erddeponie generiere, antwortete Folke Diederich.

Stadt geht bei Investorensuch in die Offensive 

Der Bürgermeister kündigte an, dass die Stadt bei der Investorensuche für das Projekt jetzt in die Offensive gehe. Er werde das Projekt zusammen mit Folke Diederich am 5. und 6. Oktober in München auf der größten Gewerbeimmobilien-Messe Europas präsentieren - im Gepäck ein noch zu produzierender Imagefilm und eine Präsentationsmappe. Dank der Unterstützung des Landkreises könne die Stadt bei der Exporeal den Stand des Regionalmanagements Mittelhessen unentgeltlich nutzen.

Unerhoffte Unterstützung erfährt die Stadt durch die Uni Kassel. Im Rahmen eines Architektur-Wettbewerbs sollen sich Studierende im Sommersemester 2016 mit der Umsetzung der rein touristischen Komponenten des Projekts - Badesee, Liegewiese, Restaurant, Lodges - befassen.

von Matthias Mayer

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