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Darf‘s ein bisschen mehr sein?

Jubiläum Darf‘s ein bisschen mehr sein?

Eigentlich komme die Feier anlässlich 25 Jahren im öffentlichen Dienst viel zu spät, sagte Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg am Freitag in geselliger Runde und lüftete ein Geheimnis.

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Beweisstück: Michael Richter-Plettenberg ist seit 25 Jahren im öffentlichen Dienst tätig.Foto: Florian Lerchbacher

Amöneburg. „Ich bin eigentlich schon seit etwas mehr als 27 Jahren im öffentlichen Dienst, aber es gibt Zeiten, die werden mir nicht angerechnet“, sagte Michael Richter-Plettenberg während der vom Magistrat organisierten Veranstaltung und erklärte den verdutzten städtischen Mitarbeitern und den Kommunalpolitikern: „Ich war von vom 1. April bis in den Sommer 1996 als Beamter beurlaubt.“ In dieser Zeit habe er studiert und sei zudem noch als Angestellter im öffentlichen Dienst tätig gewesen.

Den Überblick über den Werdegang des Jubilars gab Bernd Riehl. Der stets gut gelaunte Erste Stadtrat verzichtete darauf, die Daten herunterzurattern. Stattdessen blickte er in Reimform auf den Werdegang des Bürgermeisters zurück - vom Beginn der „Beamtentour“ als Inspektorenanwärter bei der Stadt Kassel über die Bundeswehr, das Jura-Studium in Marburg und die Tätigkeit als Bauamtsleiter der Gemeinde Ebsdorfergrund bis zum Amt als Bürgermeister von Amöneburg: „Auf der Karriereleiter wurden ein paar Sprossen übersprungen, sind Sie nun oben angekommen? (...) Heute ist uns dann bekannt, dass das nächste Ziel wird alsbald berannt.“

„Während einer Jubiläumsfeier kann man über die Vergangenheit reden, aber auch über Visionen für die Zukunft“, widmete sich auch Ewald Mann der Kandidatur Richter-Plettenbergs als Landrat und mahnte, dass der Bürgermeister im Fall der Wahl in das höhere Amt seine alte Gemeinde nicht vergessen dürfe. Amöneburgs ältester Mandatsträger sprach mit seinem typischen Humor von Gewährleistungspflicht.

„Sollte ich dann etwa noch einmal die Woche ins Rathaus kommen und Briefe schreiben?“ fragte Richter-Plettenberg, woraufhin Mann auf die erwähnte „nicht angerechnete Zeit“ im öffentlichen Dienst anspielte: „Sie könnten dann Bürgermeister als Nebenjob machen!“

Rudi Rhiel, der Vorsitzende der FWG, stellte das Thema Ehrgeiz in den Mittelpunkt seiner Rede und hielt fest, dass der Bürgermeister inzwischen in der Lage sei, seinen Ehrgeiz ein bisschen zu zügeln, „so dass am Ende das Optimum dabei herauskommt“.

Dieses Stichwort griff Richter-Plettenberg auf. „Ich fühle mich hier wahnsinnig zu Hause. Die Arbeit machte mir in den vergangenen sieben Jahren und fünf Monaten einen Höllenspaß.“ Nun habe sich eine neue Tür geöffnet: „Ich suche gerne die Herausforderung. Wer Lust hat und ehrgeizig ist, sollte seine Chancen nutzen (...). Ob es der richtige Weg ist, kann ich nicht sagen.“

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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