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Clownerie, Artistik, Kunst und Spannung

Zirkus Herkules in Neustadt Clownerie, Artistik, Kunst und Spannung

Zirkusluft schnuppern derzeit die Neustädter und sind begeistert von den Leistungen der Artisten und Dompteure in der Manege sowie von der großen Tierschau.

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Spannung pur boten der Balance-Akt auf dem Hoch-Podest und der heiße Auftritt der Feuerschlucker. Der Zirkus Herkules gastierte am Wochenende in Neustadt. Fotos: Klaus Böttcher

Neustadt. „Der Zirkus ist in der Stadt“, so heißt es in Liedtexten, oder Bücher und Geschichten sind so überschrieben. Das erlebten dieser Tage die Neustädter mit dem mittelgroßen Zirkus Herkules, der auf dem Festplatz an der Lehmkaute gastiert.

Das große Viermastzelt hätte man wegen der Bodenbeschaffenheit, der Boden sei zu weich, nicht aufstellen können, heißt es von den Zirkusverantwortlichen. Stattdessen wurde ein Zweimastzelt aufgebaut, das eine familiäre Atmosphäre ausstrahlt. Der ganze Festplatz ist übersät mit Tierzelten, Gerätewagen und den großen Wohnwagen der Artisten. Dazwischen tummeln sich Tierpfleger oder Musiker. Auf der Wiese zwischen Zelten und Wagen sieht der Zaungast außerhalb der Vorstellungen herumtollende Kinder oder übende Akrobatinnen und Dompteure.

Ein Zirkusbesuch ist für Kinder eine aufregende Angelegenheit und für die Erwachsenen eine angenehme Abwechslung vom alltäglichen Leben. Der Zirkus Herkules bietet in gut eineinhalb Stunden ein Programm vom Feinsten. Da staunen Kinderaugen über die beiden riesengroßen Kamele, die durch die Manege traben oder schauen, was der Clown für Schabernacks mit den Besuchern treibt. Die Programmgestalter haben eine bunte Mischung von Akrobatik, Ballance-Akten, Clownerie und Pferdedressuren zusammengestellt.

Zudem wählten sie einen stimmungsvollen Einstieg in ihr Programm. Zwei kleine Kinder in Clownskostümen sitzen am Tisch und schminken ihre Gesichter zu der Melodie „Oh, mein Papa“.

Dann läuft das bunte Programm wie am Schnürchen. Lichteffekte der Strahler an den beiden Masten sorgen für wechselnde Lichtspiele und die Zweimannkapelle begleitet die Auftritte mit passender Musik. Staunend betrachten die Besucher die Akrobatinnen, die anscheinend keine Knochen haben und ihre Kunststücke hoch in der Luft vollführen. Anerkennend spenden sie Beifall bei dem Balanceakt auf rollendem Untergrund und halten schließlich die Luft an beim Messerwerfen auf eine Bretterwand, an der Frauen stehen. Feuerschlucken, Feuerspeien bis in die Zirkuskuppel, auf Glasscherben gehen oder liegen und zwischendurch Auftritte von Rassepferden. Für einen Zirkus eher ungewöhnlich ist die Kunst von Tatjana aus Lettland. Sie beherrscht das schnelle Zeichnen im Sand. Die Besucher sind begeistert und sparen nicht mit Beifall. Lohnend ist der Besuch der Tierschau in der Pause, bei der Kinder Gelegenheit haben, auf einigen Tieren zu reiten.

von Klaus Böttcher

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