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Christina Metz hat ihre Caddy im Griff

Reitsport Christina Metz hat ihre Caddy im Griff

Christina Metz blickt auf eine besondere Saison zurück. Mit ihrer Paint-Horse-Stute wurde sie All- Around-Champion der Ersten Westernreiter Union Hessentrophy in der Leistungsklasse zwei.

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Christina Metz zeigt, ihre Caddy an der Hand, ihre Medaille. Foto: Karin Waldhüter

Schweinsberg. Unzählige funkelnde Pokale unterschiedlichster Größe und Form, Schleifen und gerahmte Urkunden an den Wänden belegen, auf dem Biobauernhof der Familie Metz wird erfolgreich Western-Reitsport betrieben. „Ich muss bald mal wieder die schönsten Pokale aussortieren und die weniger schönen in den Stall räumen“, sinniert Christina Metz während des Besuchs der OP und dreht dabei einen der vielen Pokale in ihrer Hand.

Dabei hatte die 48-Jährige mit einem solchen Erfolg eigentlich gar nicht gerechnet. Mit ihre Stute Mc Cues Little Cat, liebevoll Caddy gerufen, nahm sie von April bis Juli hessenweit an neun von insgesamt zehn Trophy-Turnieren teil und ritt auf Caddy von Sieg zu Sieg. Für Christina Metz, die ihre Paint- Horse-Stute selbst ausgebildet hat, ist Caddy mehr als nur ein Pferd, auf dessen Rücken sie Siege erringt.

„Caddy ist längst ein Familienmitglied geworden, durch das viele Training wächst man zusammen“, erzählt sie lachend. Als Zweijährige ist Caddy auf den Hof der Familie Metz gekommen. Fünf Jahre lang hat Christina Metz die Stute ausgebildet und ab 2012 erste erfolgreiche Turniere mit dem Pferd bestritten. „Caddy ist brav, aber unheimlich scheu und hat einen gesunden Fluchtinstinkt, was die Ausbildung recht schwierig gemacht hat“, erinnert sich Metz.

Während der Saison trainiert Metz jeden zweiten Tag etwa eine Stunde mit der Stute. Reiten hat Christina Metz schon als Kind gelernt und eine klassische Reiterausbildung erhalten. Westernreiten betreibt sie jetzt seit etwa 19 Jahren. Dafür hatte sie noch einmal Unterricht genommen und das Westernreitabzeichen gemacht. Beim Westernreiten soll das Pferd mit einem Minimum an Hilfen seitens des Reiters auskommen und trotzdem jederzeit absolut unter Kontrolle sein.

Die einhändige Zügelführung auf Kandare beim fertig ausgebildeten Pferd ist ein Merkmal des Westernreitens. Durch die einzelnen Platzierungen auf den verschiedenen Trophy-Turnieren können Punkte gesammelt werden, wobei die Pferd- und Reiterkombinationen in verschiedene Leistungsklassen eingeteilt sind. Diese beginnen mit der Leistungsklasse fünf für Einsteiger und enden mit Klasse fünf, der höchsten.

Durch ihre Platzierungen erringen die Teilnehmer Hessentrophy-Punkte in den Disziplinen Western Pleasure, Western Horsemanship, Trail, Western Riding, Superhorse, Reining und Showmanship at Halter.

Mit ihrem Pferd Caddy startete Metz in den Disziplinen Trail Horse, Showmanship at Halter, Superhorse und Reining. „Die ersten Turniere waren schwach, die Wende kam dann bei dem Turnier in Bernsburg, ab da ist das einhändige Reiten besser gelungen“, berichtet die verheiratete Mutter von drei Kindern.

Die Superhorse ist eine besonders schwere Disziplin. Hier müssen zum Beispiel punktgenaue fliegende Wechsel geritten werden. „Wir haben es gleich auf den zweiten Platz geschafft“, freut sich Metz. Als unschlagbar erwies sich das Team in der Disziplin Showmanship at Halter, der Vorstellung des Pferdes an der Hand des Reiters.

39 Teams mussten geschlagen werden

Dort dominierte das Team schon in der vorangegangenen Saison. „Das ist Caddys Lieblingsdisziplin“, berichtet Metz, die im vergangenen Jahr auch Vereinsmeister der Pferdefreunde Schweinsberg wurde.

Auch die begehrte Reining Trophy nahm Metz in diesem Jahr mit nach Hause. Weitere Erfolge verbuchten Reiter und Pferd bei den Hessenmeisterschaften in Fritzlar, die ebenfalls zur Hessentrophy zählt.

Da holte das Team erstmals ein All-Around-Sieg nach Hause und die Bronzemedaille im Showmanship at Halter. Um All-.Around-Champion in der Hessentrophy zu werden, ließ Metz insgesamt 39 Teams hinter sich. Jetzt ist sie automatisch in die höchste Leistungsklasse aufgestiegen und muss sich im nächsten Jahr gegen noch stärkere Konkurrenz behaupten.

Nicht mehr ganz so viele Turniere wie in diesem Jahr, mehr Zeit für Ausritte ins Gelände und für die Jungpferdausbildung zu haben, das wünscht sich Metz für das nächste Jahr.

von Karin Waldhüter

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