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Chor schmettert Lied auf Afrikaans

Konzert Chor schmettert Lied auf Afrikaans

Das vierte Benefizkonzert mit dem Spiritual- und Gospelchor "N-Joy" zu Gunsten der katholischen Kirche St. Elisabeth war ein voller Erfolg.

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Die 40 Sänger von „N-Joy“ gaben in der Kirchhainer Kirche ein abwechslungsreiches Konzert.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Kirchhain. Nachdem im Vorjahr das Dach der Elisabethkirche in Kirchhain von einem Sturm abgedeckt worden war und komplett erneuert werden musste, gelang es den Verantwortlichen nur mit großer Mühe, die Mittel für die Instandsetzung aufzubringen - und das trotz Zahlungen der Versicherung und der Unterstützung durch die Diözese Fulda. Die Rücklagen der Kirchhainer Katholiken waren danach aufgebraucht.

Um auch zukünftig gewappnet zu sein, hat sich die Kirchengemeinde so einiges einfallen lassen. Eine Möglichkeit, Geld zu sammeln, sind Benefizkonzerte in der Kirche - und eben so einen Auftritt gab es nun erst wieder.

Publikum saß sogar auf Klappstühlen

Die Reihen waren gut gefüllt, sogar einige Klappstühle mussten für das Publikum zusätzlich aufgestellt werden, bevor die 40 Sänger des über die Kreisgrenzen hinaus bekannten Niederwalgerner Chors „N-Joy“ in zwei Reihen die Kirche betraten und dabei sangen. Mit „I believe I can fly“ von R. Kelly aus dem Jahre 1996 startete der im Herbst 1997 gegründete Chor in einen unterhaltsamen Abend.

Auch mit dem zweiten Stück „Hymn“, das durch die Band Barclay James Harvest weltbekannt wurde, traf die Gesangsformation, die Verstärkung von Gitarrist Dirk Pieper und Percussionist Thorsten Bepperling bekam, den Nerv der Besucher. Die gute Akustik der Kirche trug das Übrige zum Gelingen des Konzerts bei, in dem die Besucher mit vielen Gospels und Spirituals bestens unterhalten wurden.

Die Sänger begeisterten die 300 Besucher mit abwechslungsreicher Musik und bewiesen Vielfalt: Mal sangen sie auf Deutsch, meist auf Englisch, jeweils einmal auf Spanisch und sogar auf Afrikaans. Hinzu kamen kirchliche Lieder auf Latein. Zweimal übernahm Astrid Schwarz mit ihrer Geige einen Solopart, ein anderes Mal waren es Gesangsstimmen - darunter mit Miriam Netzer das jüngste Mitglied des Chores.

Zuhörer mit Ideen- und Variantenreichtum überrascht

Immer wieder gelang es Chorleiter Matthias Heuser und seiner Gruppe, die Zuhörer mit Ideen- und Variantenreichtum zu überraschen. Auch die Freude an der Musik und das gute Verständnis zwischen Dirigent und Chor fanden Ausdruck im Liedgut.

Ohne Pause, unterbrochen lediglich von einigen kleinen Geschichten, die bewusst eingestreut den Abend inhaltlich bereicherten, absolvierte „N-Joy“ sein zweistündiges Programm mit zum Teil extra einstudierten Liedern.

„Noch nie hat es stehende Ovationen in dieser Kirche gegeben“, versicherte Karl-Heinz Pfeiffer, der Sprecher des Pfarrgemeinderates, nach dem Auftritt. Die Sänger ließen sich nicht zweimal bitten und gaben mit „Miracles“ eine bekannte Zugabe.

Auf dem Vorplatz wurden die Besucher mit Kartoffelsuppe, Laugenbrezeln, Fettebrot und frisch gepresstem Apfelsaft später auf Spendenbasis versorgt, was noch ein paar Euro extra in die klamme Gemeindekasse gespült haben dürfte.

von Heinz-Dieter Henkel

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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