Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Chöre feiern ihren Jubeltag zusammen

Runde Geburtstage Chöre feiern ihren Jubeltag zusammen

Mit einem Festgottesdienst und anschließendem kleinen Empfang im Gemeindehaus feierten der Kirchenchor und der Posaunenchor Kirchhain ihre "runden" Geburtstage in der Stadtkirche.

Voriger Artikel
Brandstiftung scheidet als Ursache aus
Nächster Artikel
Mitten in der Predigt setzt der Regen ein

Kirchen- und Posaunenchor traten beim Festgottesdienst gemeinsam auf. Das kleine Foto zeigt die Geehrten beider Chöre, die ihre runden Geburtstage feierten. Fotos: Heinz-Dieter Henkel

Kirchhain. Liturgisch begann der Gottesdienst wie jeder andere im Land. Auch der Kirchenbesuch dürfte nicht den üblichen Rahmen gesprengt haben. Doch schon zu Beginn wies Pfarrer Dr. Georg Kuhaupt auf die Besonderheit dieses wöchentlichen Höhepunktes hin: Das 120-jährige Bestehen des Kirchenchores und den 90. Geburtstag des kirchlichen Posaunenchors. Und so wurde der kleine Festakt von ganz viel kirchlicher Musik der beiden Chöre begleitet. Mal einzeln, mal zusammen und bei einem Stück gar im Wechsel standen die Chöre dann doch im Mittelpunkt des Gottesdienstes.In seiner Festrede sprach Hermann Köhler, Dekan des Kirchenkreises Kirchhain, mit Blick auf die 90 beziehungsweise 120 Jahre davon, dass man bei einem Menschen in solchen Fällen von einem biblischen Alter spräche und man sich als erstes nach der Gesundheit des Jubilars erkundigen würde. Weiterhin würde man dem Jubilar noch viele weitere Geburtstage in seiner vertrauten Umgebung wünschen.

Nicht jede Kirchengemeinde könne auf einen Kirchen- oder Posaunenchor zurückgreifen. Noch seltener auf beides. Im Jahre 1924 wäre der Posaunenchor Kirchhain auf Anregung des damaligen Pfarrers Klingelhöfer mit 9 Männern gegründet worden. Die Gründung des „Gemischten Chors für Kirchen- und Volksliedergesang“, wie er in den ersten Jahren hieß, geht gar auf das Jahr 1894 zurück.

„Beide Jubilare können auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken“, deutete Köhler an, dass es auch schwierige Jahre zu überstehen gab. Er lobte die große Zahl der Einsätze in und außerhalb der Kirche, insbesondere in Seniorenheimen und rief insbesondere Jüngere zum Mitsingen auf. Schließlich sei die Kirche der einzige Ort in der Gesellschaft, in der jede Woche gesungen und musiziert wird. Köhler zählte zahlreiche, entscheidende Stellen im Alten und Neuen Testament auf, wo Musik und Gesang Erwähnung finden. „Es besteht eine innige Verbindung zwischen Musik und Religion“, brachte es der Dekan abschließend auf den Punkt.

Nicht ganz sorgenfrei dürfte der Posaunenchor den kommenden Jahren entgegenblicken, musste Chorleiter Uwe Henkel gleich vier Aktive aus unterschiedlichen Gründen verabschieden.

Eine für sie überraschende Ehrung mit Verspätung erfuhr die Vorsitzende des Posaunenchors und Kreisbeauftragte für Posaunenarbeit im Kirchenkreis Kirchhain Emmi Katharina Frenzel, die nach 46 Jahren aktiven Musizierens zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

von Heinz-Dieter Henkel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr