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Bürgermeisterwahl Amöneburg 2017

CDU und FWG verzichten auf eigenen Kandidaten

Auf Kritik verzichten CDU und FWG in der Amöneburger Stadtverordnetenversammlung nicht – wohl aber darauf, eigene Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im März 2017 aufzustellen.
Vor fünfeinhalb Jahren waren Michael Plettenberg (links) und Jan-Gernot Wichert bei der Wahl Kontrahenten. Diesmal steht dem Bürgermeister kein Christdemokrat entgegen – zumindest nicht aus den Reihen der Amöneburger Fraktion. Privatfoto

Vor fünfeinhalb Jahren waren Michael Plettenberg (links) und Jan-Gernot Wichert bei der Wahl Kontrahenten. Diesmal steht dem Bürgermeister kein Christdemokrat entgegen – zumindest nicht aus den Reihen der Amöneburger Fraktion.

© Privatfoto

Amöneburg. Wenn nicht noch Überraschendes passiert, müssen sich die Amöneburger am 19. März 2017 bei der Bürgermeisterwahl nur zwischen zwei Optionen entscheiden: Wollen Sie, dass Michael Plettenberg (parteilos) weiter am Ruder bleibt – oder wollen Sie es nicht?

Am Dienstagnachmittag hatten CDU und FWG im Nachgang zur Stadtverordnetenversammlung mitgeteilt, dass sie keine eigenen Kandidaten ins Rennen schicken. Die Sozialdemokraten hatten bereits in der vergangenen Woche erklärt, dass sie ihr ehemaliges Parteimitglied – das bei den Bürgermeisterwahlen bisher immer als „parteiunabhängig“ angetreten war – weiter unterstützen wollen.

Das Wort „Unterstützung“ will CDU-Fraktionsvorsitzender Jan-Gernot Wichert in Sachen Bürgermeister nicht unbedingt in den Mund nehmen. Es werde sicherlich keine Wahlplakate mit dem Konterfei Plettenbergs und drei unterzeichnenden Wählergruppen geben – aber eben auch keinen Gegenkandidaten von Seiten der härtesten Kritiker des Bürgermeisters.

Ziel aller: Das Wohl der Stadt

„Er ist rührig und macht viel – das ist nicht von der Hand zu weisen“, sagt Wichert und fügt hinzu: „Auch wenn er nicht immer handelt, wie wir uns das vorstellen – auch im Umgang mit den Menschen.“ Aber es
habe eben Gespräche gegeben, in denen FWG und CDU Kritikpunkte ansprachen, die der Bürgermeister größtenteils aufnahm.

„Alle haben wir ein Ziel: zum Wohle der Stadt beizutragen“, erklärt Parteikollege Reinhard Franke und ergänzt: „Allerdings gibt es durchaus unterschiedliche Vorstellungen, wie dies am besten zu erreichen ist.“ Entsprechend habe es nicht nur Diskussionen zu strittigen Themen gegeben, sondern eben auch die gemeinsame Suche nach Lösungen. Einige Punkte
liegen den beiden Fraktionen besonders am Herzen.

Stadtverbandsvorsitzende fordern besseres Informationssystem

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Wolfgang Rhiel und sein Mitstreiter Jochen Splettstößer – beide stark engagiert in Ortsbeiräten – fordern ein besseres Informationssystem: Es sei wichtig, dass Ortsbeiräte zeitnah erfahren, wie auf ihre Anliegen reagiert werde. Plettenberg versprach dazu, aktiv zu werden.

Auch den immer wieder von der CDU aufgebrachten Punkt „Zukunft des Fahrradwegenetzes“ habe der Bürgermeister in seiner Agenda für die kommenden Jahre aufgenommen, freuen sich Wichert und Karl Jennemann, der Fraktionsvorsitzende der FWG. Neben grundsätzlicher Verbesserung der Beläge sollen auch Lückenschlüsse oder andere Routen ins Auge gefasst werden. Dies betrifft zum Beispiel die Strecke von Mardorf zur Brücker Mühle. Aber auch den Punkt am Ende des Burgwegs, wo Radfahrer derzeit wieder auf die öffentliche Verkehrsstraße, die mit ihren Kurven nicht gerade ungefährlich ist, ausweichen. „Irgendwann muss man ja mal anfangen und etwas in die Wege leiten“, übt Jennemann leichten Druck aus, das Projekt „Fahrradwegekonzept“ nun bald zu starten.

Wahltermin ist der 19. März 2017

„CDU und FWG ist es gleichermaßen wichtig, dass beim Bauhof endlich die notwendige Entlastung herbeigeführt wird“, erklärt Rainer Schick (FWG). Es könne nicht die Lösung sein, immer wieder nach neuen Stellen für den Bauhof zu suchen. Viel eher sei es sinnvoll, „zunächst“ Entlastung durch intelligente Vergabe von Aufträgen an externe Dienstleister zu finden. „Für Entlastung kämpfe ich auch“, kommentiert Bürgermeister Plettenberg, der sich über das Vertrauen der drei Fraktionen „sehr“ freut. Wenn es finanziell sinnvoll sei, Aufträge an Externe zu vergeben, werde er sich dafür aussprechen, sagt er und nennt als Beispiel die Grünpflege. Allerdings wolle er den Ergebnissen der Untersuchung der Organisationsstruktur des Bauhofs nicht vorgreifen. Die Ergebnisse sollen im November vorliegen: „Vorher möchte ich weder Schlüsse ziehen, noch eine Richtung der Entscheidung ausschließen.“

Plettenberg könnte also am 19. März 2017 tatsächlich der einzige Kandidat bei der Bürgermeisterwahl sein – es sei denn, es finden noch andere Bewerber in der Stadt genügend Unterstützer. Wer zur Wahl antreten will, muss mindestens doppelt so viele Unterschriften sammeln, wie es Stadtverordnete gibt. Von Seiten der CDU und der FWG gibt es indes noch einen Hinweis: Sie stellen heraus, „dass sie personell sofort reagieren können, wenn das Wählervotum dies erfordert.“

von Florian Lerchbacher


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