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CDU kommt als erste aus der Deckung

Bürgermeisterwahl 2017 CDU kommt als erste aus der Deckung

Stadtallendorfs Bürger werden im Herbst 2017 mit Sicherheit eine Auswahl unter mindestens zwei Kandidaten haben. Einer ist der Amtsinhaber Christian Somogyi, sein CDU-Herausforderer dürfte Jürgen Berkei werden.

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Jürgen Berkei wird, wenn alle Parteigremien zustimmen, im Herbst 2017 als Bürgermeisterkandidat antreten.

Quelle: Rinde

Stadtallendorf. Es gibt noch keinen Termin für die Bürgermeisterwahl in Stadtallendorf. Die Amtszeit von Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) endet zum 14. März 2018. Die Wahl eines neuen Bürgermeisters (oder einer Bürgermeisterin) kann frühstens sechs Monate vor Amtszeitende stattfinden.

Fest steht: Es wird wohl mindestens zwei Bewerber für das Amt des Bürgermeisters in der zweitgrößten Stadt des Kreises geben. Wie die OP erfuhr, hat sich die Stadtparlamentsfraktion der CDU ganz klar bei ihrer Klausurtagung Ende Oktober positioniert. Sie schlägt dem Stadtverband dessen Vorsitzenden Jürgen Berkei vor.

Zunächst entscheidet der Stadtverbandsvorstand

Berkei bestätigte das gegenüber dieser Zeitung auf Anfrage, allerdings mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass er formal noch nicht nominiert ist. Zunächst wird am 14. November der Stadtverbandsvorstand entscheiden. Ende des Monats gibt es eine Mitgliederversammlung, dort fällt dann das Votum über den Kandidaten.

Inhaltlich will sich Berkei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern. Aber: „Natürlich freue ich mich sehr über den Vorschlag der Fraktion und das damit verbundene Vertrauen. Ich sehe mich für eine derartige Aufgabe gerüstet und bin auch bereit dazu, diese Herausforderung anzunehmen. Immer vorausgesetzt, die Gremien meiner Partei stimmen zu“, sagte er gegenüber der OP. Schließlich sei es auch eine Ehre, in der Stadt, in der man groß geworden sei, eine solche Aufgabe zu übernehmen. Jürgen Berkei ist 40 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Töchter und lebt mit seiner Familie in Niederklein. Dem Stadtparlament Stadtallendorf gehört er seit Januar 2012 an.

Er ist Vorsitzender des Fachausschusses für Grundsatzfragen, zentrale Steuerung und Finanzen und das seit 2014. Seit dem Herbst 2013 ist er CDU-Stadtverbandsvorsitzender in Stadtallendorf. In seiner Fraktion gilt Berkei als ein Finanzexperte. Das passt zu seinem Beruf: Er arbeitet bei der VR Bank HessenLand in Alsfeld, ist Leiter der Innenrevision und Prokurist.

Kleinere Parteien halten sich teilweise noch bedeckt

Dass Amtsinhaber Christian Somogyi noch einmal antreten dürfte, galt als sehr wahrscheinlich. Gestern gab es von ihm auf Nachfrage ein Bekenntnis, auch wenn bei der SPD das formale Verfahren noch aussteht. „In den vergangenen fünf Jahren ist in Stadtallendorf viel auf den Weg gebracht worden. Mein Ziel ist es, mich auch in Zukunft für diese Stadt einzusetzen und ihre Interessen über Parteigrenzen hinweg zu vertreten“, erklärte Somogyi.

Er freue sich, dass er mindestens einen Mitbewerber haben werde, das diene der Demokratie, die Bürger hätten Auswahl. Innerhalb der SPD sei vorgesehen, den Nominierungsprozess Ende dieses, Anfang nächsten Jahres stattfinden zu lassen. Mit seiner Familie habe er sich bereits über eine erneute Kandidatur verständigt. Christian Somogyi wird am 1. Dezember 60 Jahre alt.

Doch wie verhalten sich die anderen Parteien im Stadtallendorfer Stadtparlament?

Gespräche bei FDP und Bündnis90/Die Grünen

Bei der FDP ist noch keine Entscheidung gefallen. „Wir halten uns alle Möglichkeiten offen“, sagte Winand Koch. Er ist Fraktionsvorsitzender.

Von Bündnis 90/Die Grünen kommt eine ähnliche Aussage. „Es werden derzeit noch Gespräche geführt. Bei uns sind die Würfel noch nicht gefallen“, erklärt Michael Feldpausch, der Fraktionsvorsitzende.

In den vergangenen Wochen gab es Gerüchte, dass die noch junge Bürgerunion Stadtallendorf (BUS) ebenfalls einen eigenen Kandidaten für das Bürgermeisteramt aufstellen wird und zwar ihren Fraktionsvorsitzenden Manfred Thierau. Der schaffte auf Anfrage Klarheit: „Wir werden definitiv keinen Kandidaten aufstellen“. Er selbst werde beruflich in sieben Jahren in den Ruhestand gehen. Auch eine Wahlempfehlung wird es seitens der Bürgerunion wohl nicht geben.

Auch unabhängige Bewerber sind möglich

Und dann gibt es naturgemäß ja auch noch mögliche unabhängige Bewerber, die dann jedoch Unterstützungsunterschriften benötigen.

Denkbar ist, dass die Bürgermeisterwahl in Stadtallendorf mit der Bundestagswahl zusammengelegt werden könnte. Das könnte am Ende insgesamt zu einer höheren Wahlbeteiligung führen. Bei der Bürgermeisterwahl 2011 lag die Beteiligung im ersten Wahlgang bei 48, bei der Stichwahl bei 50,59 Prozent. Doch auch der Termin dieser für die Republik zentralen Wahl steht noch nicht fest.

von Michael Rinde

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