Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Von Bundestrend will keiner reden

Bürgermeisterwahl Von Bundestrend will keiner reden

Teilweise sprach tiefe ­Enttäuschung aus den ­Reaktionen der vier unterlegenen Bürgermeister­kandidaten Jürgen Berkei, Manfred Thierau, Peter Fuhrmann und Mubarik Sabir.

Voriger Artikel
Christian Somogyi ist der klare Sieger

OP-Redakteur Florian Lerchbacher interviewt Jürgen Berkei (CDU) während der Wahlparty in der Stadthalle.

Quelle: Tobias Hirsch

Stadtallendorf. Die Stadtallendorfer Bürgermeisterwahl ist im ersten Wahlgang entschieden worden. Eine erste Bilanz zogen die vier unterlegenenen Bewerber am Sonntagabend nach langem Warten auf das Endergebnis.

Einig waren sich alle vier darin, dass es ein langer und anstrengender Wahlkampf für alle Beteiligten gewesen sei. „Natürlich habe ich mit mehr gerechnet“, bekannte Jürgen Berkei (CDU) wenig überraschend. Mit dieser Deutlichkeit des Ergebnisses habe er nicht gerechnet. Vier Kandidaten teilten sich nun ein Drittel der Stimmen. Jetzt müsse sich eine Analyse des Wahlausgangs anschließen. Dass sein persönliches Abschneiden mit dem Bundestrend der CDU zu tun hat, glaubt Berkei dabei nicht. „Es ist kein Bundestrend bei dieser Wahl herüber­geschwappt“, so seine erste ­Einschätzung im Gespräch mit der OP.

„Der Souverän hat ganz klar entschieden, daran gibt es nichts zu deuten“, so kommentierte Manfred Thierau (Bürgerunion Stadtallendorf) den Ausgang der Wahl. Es gebe einige Sachen aus dem Wahlkampf, die die Bürgerunion nun im Stadtparlament noch aufarbeiten werde, kündigte Thierau an.

Für Mubarik Sabir (parteilos) war „jede Stimme, die ich bekommen habe, eine Bestätigung“. Ihm sei klar, dass er noch einen Weg vor sich habe. Sabir kündigte an, dass er sich weiterhin und noch stärker in das Stadtgeschehen ­einbringen wolle. An eine Partei will er sich dabei aber vorerst nicht binden.

Lob von Abgeordneter für den Sieger

An sich zufrieden zeigte sich auch Peter Fuhrmann (parteilos) mit seinem Abschneiden. „Ich bin wie Mubarik Sabir aus dem Nichts gekommen und habe ordentlich abgeschnitten“, erklärte er. Gleichwohl sei er nun froh, nach einem anstrengenden Wahlkampfendspurt wieder mehr Zeit, vor allem für die Familie, gewonnen zu haben.

Landrätin Kirsten Fründt (SPD) verfolgte weite Teile des Wahlabends in Stadtallendorf. Sie kommentierte zunächst den Ausgang der Bundestagswahl, als sie in der Stadthalle eintraf. Zu diesem Zeitpunkt lagen erste Hochrechnungen vor. „Das ist nichts, worüber man sich freuen kann“, kommentierte sie das Abschneiden der SPD und das Ergebnis insgesamt. Dass ihre Partei angekündigt hat, im Bundestag in die Opposition gehen zu wollen, begrüßte Fründt. Die SPD müsse jetzt ganz viel arbeiten. Später zeigte sie dann aber doch noch viel Freude über das Ergebnis des Sozialdemokraten Christian Somogyi.

Lob für den Sieger des Abends gab es auch von der SPD-Landtagsabgeordneten Handan Özgüven: „Das ist die gute Rückmeldung des Wählers für gute Arbeit.“ Der Erste Stadtrat Otmar Bonacker (CDU) bot Christian Somogyi weiterhin eine gute Zusammenarbeit im Sinne der Stadt und ihrer Bürger an. Er habe mit einem Wahlsieg Somogyis gerechnet, weil dieser in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet habe.

von Michael Rinde

Voriger Artikel