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Christian Somogyi ist der klare Sieger

Bürgermeisterwahl Christian Somogyi ist der klare Sieger

Am Ende holt der alte und neue Stadtallendorfer Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) teils mit imposantem Vorsprung alle 18 Stimmbezirke in Stadtallendorf.

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Landrätin Kirsten Fründt und SPD-Fraktionsvorsitzender Werner Hesse gratulierten dem Sieger des Abends, Bürgermeister Christian Somogyi. Fotos: Tobias Hirsch

Quelle: Tobias Hirsch

Stadtallendorf. Gleich das erste Ergebnis während der Wahlparty und OP ließe aufhorchen: In Wolferode holte der spätere Wahlsieger Christian Somogyi (SPD) 80,11 Prozent der Stimmen. Das gab einen Vorgeschmack auf das vorläufige amtliche Endergebnis. Es wurde der zu befürchtende lange Wahlabend, bis endgültig Klarheit herrschte. Erst, als nur noch zwei Stimmbezirke fehlten, stand fest, dass es in Stadtallendorf keiner Stichwahl bedarf. Das war gegen 21.30 Uhr. Als erstes fiel Somogyis Ehefrau ihm in die Arme. Nach der Gratulantenschar zeigte sich der Sieger des Abends zunächst sichtlich erleichtert. „Ich freue mich sehr über das Ergebnis. Die Bürger Stadtallendorfs haben mir Vertrauen entgegengebracht“, sagte er. Während der vergangenen Wochen habe er rund 3000 Haushalte besucht. „Dort habe ich sehr viele positive Rückmeldungen bekommen. Ich bin trotzdem überrascht über die Höhe meines eigenen Ergebnisses“, kommentierte er.

„So einen Abstand hatte ich nicht erwartet"

Christian Somogyi setzte sich in allen 18 Stimmbezirken klar gegenüber seinen vier Herausforderern Jürgen Berkei (CDU), Manfred Thierau (Bürgerunion Stadtallendorf, BUS), Peter Fuhrmann und Mubarik Sabir (beide parteilos) durch. Sein bestes Ergebnis holte der alte und neue Bürgermeister dabei in den Stadtteilen Wolferode und Niederklein Bürgerhaus II. Klar die Nase vorn hatte er aber auch in bisherigen CDU-Hochburgen in der Kernstadt wie den Wahllokalen in der Altstadt. Als das erste Ergebnis der Wahl aus Niederklein von Wahlleiter Freddy Greib bekanntgegeben wurde, brandete zum ersten Male Applaus unter den Anwesenden auf. Für Somogyi war das auch ein besonderes Ergebnis. „Das ist schon ein extra Adelsschlag für mich“, sagte ein bewegter Somogyi im Gespräch mit dem Moderator, OP-Redakteur Florian Lerchbacher.

Jürgen Berkei (CDU) holte sein bestes Ergebnis mit 18,39 Prozent der Stimmen im Briefwahlbezirk, dem Bezirk, dessen Ergebnis als letztes einlief. Sein schlechtestes Ergebnis erreichte der Christdemokrat im Bezirk Südstadtkiosk mit 5,92 Prozent der Stimmen. Berkei selbst kommentierte im Verlauf des Abends: „So einen Abstand hatte ich nicht erwartet, die Prozentzahlen entsprechen nicht den Reaktionen der Bürger an den Wahlständen“. Wie alle anderen Kandidaten erkannte er schon frühzeitig den Wahlsieg Somogyis an, zu Zeitpunkten, als dieser noch abwartend neben seiner Familie saß.

Für Manfred Thierau verlief der Wahlabend in der Stadthalle offenbar auch ganz anders als von ihm erwartet. Der Fraktionsvorsitzende der Bürgerunion im Stadtparlament hatte sich ernsthafte Chancen auf einen Platz bei der Stichwahl ausgerechnet. 17,2 Prozent erzielte er im Bezirk Kindergarten Süd. Dort verdrängte er Jürgen Berkei auf Platz drei. Im Bezirk Niederklein II holte er sein schlechtestes Ergebnis mit 3,47 Prozent.

Mit Peter Fuhrmann und Mubarik Sabir waren zwei parteilose Kandidaten angetreten, die kommunalpolitisch bisher garnicht in Erscheinung getreten waren.

Zwischenfall beim Auszählen in Wahllokal

Peter Fuhrmann blieb seiner bisherigen Linie treu. Er habe immer noch Freude an dieser Wahl, sagte er während einer der zahlreichen Wartezeiten auf weitere Ergebnisse. Sein bestes Resultat mit 17,41 Prozent erreichte Fuhrmann im Bezirk Gemeinschaftszentrum, sein schlechtestes Ergebnis in Niederklein I mit 1,73 Prozent.

Mubarik Sabir, mutmaßlich der bisher jüngste Bürgermeisterkandidat in Hessen, schaffte sein bestes Wahlergebnis im Bezirk Waldschule mit 14,33 Prozent, sein schlechtestes im Bezirk Niederklein I mit 0,26 Prozent. In einem Wahllokal in der Kernstadt kam es gestern während des Auszählens zu einem Zwischenfall. Zwei Bürger, die das Auszählen gestört hätten, seien des Wahllokals verwiesen worden, so die ersten Informationen von Wahlleiter Greib. Die Polizei habe die Betreffenden des Wahllokals verwiesen. Der Vorgang wird untersucht.

  • Der Wahlausschuss berät am Dienstag, 26. September, ab 16 Uhr über das Wahlergebnis. Er tagt im Besprechungsraum I im Rathaus.

von Michael Rinde

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