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Rückkampf ums Rathaus kann kommen

Wahlkampf Rückkampf ums Rathaus kann kommen

Seit diesem Donnerstagabend ist es offiziell: Wenn Neustadts Bürger am 20. Januar 2013 zur Bürgermeisterwahl an die Urnen treten, müssen sie sich wie vor sechs Jahren zwischen Thomas Groll (CDU) und Georg Metz (SPD) entscheiden.

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Im Notfall schwimmt er gegen den Strom

Die Kandidaten georg metz (links) und Thomas Groll.

Neustadt. Am Donnerstag um 18 Uhr endete die Bewerbungsfrist für die Bürgermeisterwahl. Jetzt kann nur noch der Wahlausschuss am Freitag der kommenden Woche die Wiederauflage des Duells Groll versus Metz am 20. Januar des kommenden Jahres verhindern. Die Wahrscheinlichkeit, dass einem der beiden Kandidaten in den Bewerbungsunterlagen ein Lapsus unterlaufen ist, der eine Teilnahme an der Wahl verhindert, ist jedoch als verschwindend gering einzuschätzen.

Sechs Jahre ist es her, dass sich die Bürger mit 53,9 Prozent für den Kandidaten der CDU entschieden und Thomas Groll zum Nachfolger von Manfred Hoim machten. Nur wenn es nach dem Willen der Speckswinkler gegangen wäre, hätte Georg Metz auf dem Sitz des Rathauschefs Platz genommen. Einzig im kleinsten Neustädter Stadtteil hatte der SPD-Mann eine Mehrheit errungen.

Thomas Groll will seine Arbeit fortsetzen

Die Wahlbeteiligung vor sechs Jahren war mit 60,9 Prozent eher mittelmäßig. Bleibt zu hoffen, dass die Neustädter zu Beginn des kommenden Jahres der allgemeinen Wahlverdrossenheit entgegentreten und ein Zeichen setzen, wenn es darum geht zu entscheiden, wer das Zimmer des Bürgermeisters ab dem 1. Juli 2013 seine zweite Heimat nennen darf.

Der amtierende Bürgermeister hofft natürlich auf eine zweite Amtszeit und die Möglichkeit, seine Arbeit fortzusetzen, die er „mit Einsatzbereitschaft und Freude ausübe“: Er habe in den vergangenen Jahren „gemeinsam mit den Amts- und Mandatsträgern, den Mitarbeitern der Kommune und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern vieles anstoßen und bewegen“ können: „Viele positive Rückmeldungen aus der Bürgerschaft ermutigen mich, meine Arbeit fortzusetzen. Gleiches gilt für Kommentare ,von auswärts‘, die hervorheben, dass sich in Neustadt ,etwas getan habe‘.“

Georg Metz zieht Zuversicht aus vergangenen Wahlen

Auch Metz begründet seine erneute Kandidatur mit gutem Feedback: „Mein (Teil-)Erfolg bei der letzten Bürgermeisterwahl, der äußerst positive Zuspruch aus der Bevölkerung und nicht zuletzt auch die Bestätigung dieses Zuspruchs bei der letzten Kommunalwahl haben mich motiviert, auch dieses mal meinen Hut in den Ring zu werfen.“ Er habe „trotz immerwährender Opposition die eine oder andere wichtige Initiative für Neustadt ins Rollen bringen können“, setze seine Ideen aber eigentlich lieber selber um, als nur vorzutragen beziehungsweise einzubringen.

Und so wolle er im Falle einer Wahl den „familienfreundlichen Ausbau des Standortes Neustadt“ vorantreiben - eine These, die Metz schon vor sechs Jahren aufstellte. Dazu gehöre unter anderem die Schaffung von weiteren Möglichkeiten für altersgerechtes Wohnen über einen Investor, gleichzeitig gelte es, Neustadt für junge Menschen attraktiv zu machen.

Weitere Wahlkampfthemen des 52 Jahre alten SPD-Mannes sind die Konsolidierung des Haushaltes und Bau- beziehungsweise Sanierungsprojekte, wobei das Hauptaugenmerk auf der Schaffung eines Ersatzes für das Haus der Begegnung in der Kernstadt liegen soll.

Sehr ähnlich sind die Schwerpunkte Grolls, der „Neustadt als attraktive Wohnstadt für Jung und Alt weiterentwickeln“ möchte - eine These, auf die er auch während seiner täglichen Arbeit immer wieder verwies: Die Entwicklung Neustadts als kinder- und familienfreundliche Kommune lag dem 42-Jährigen schon während dieser Amtszeit stets am Herzen.

Als zweites Hauptthema nennt der Christdemokrat die Stadtentwicklung: „Ein Gestaltungselement für Neustadt und die Stadtteile.“ Punkt drei sind die kommunalen Finanzen: „Einnahmen verbessern und sparen“, sagt Groll und betont, dass das Sparen allerdings „ohne Kahlschlag“ ablaufen müsse.“

OP begleitet Wahlkampf in gewohnter Ausführlichkeit

Die Kandidaten planen, vor Publikum über ihre Zukunftsvorstellungen zu diskutieren. Sicher werden sie dies während eines von der Oberhessischen Presse initiierten Wahltalks, der voraussichtlich am Donnerstag, 10. Januar 2013, stattfindet. Diese Zeitung wird zudem Porträts der Kandidaten veröffentlichen und sie zu je einem Wahlkampftermin begleiten. Zudem dürfen sie sich zu drei Themenkomplexen äußern und sich den Lesern durch Beantwortung eines Fragebogens persönlich und privat vorstellen.

von Florian Lerchbacher

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