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Michael Richter-Plettenberg: Die Nähe zur Politik gab den Ausschlag

Bürgermeister-Kandidaten Michael Richter-Plettenberg: Die Nähe zur Politik gab den Ausschlag

Hans Eichel, langjähriger Bundesfinanzminister und Ministerpräsident von Hessen, war zwar sein erster Chef. Die Entscheidung, in die Politik zu gehen, traf Michael Richter-Plettenberg jedoch aus anderen Gründen.

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Der amtierende Bürgermeister von Amöneburg stellt sich erneut zur Wahl: Michael Richter-Plettenberg.

Amöneburg. Politik interessiert Michael Richter-Plettenberg, der zwar SPD-Mitglied ist, in Amöneburg aber als parteiunabhängiger Kandidat und Amtsinhaber zur Bürgermeisterwahl antritt, seit seiner Jugend. In der Schule in seiner Heimatstadt Kassel belegte er den Politik-Leistungskurs. Zudem seien die frühen 80er Jahre eine aufregende Phase des Umbruchs gewesen, in der unter anderem das Wettrüsten oder die Anti-Atomkraft-Bewegung die Menschen bewegt hätten. Am 8. August 1985 hielt der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker (CDU) dann zum 40. Jahrestag des Kriegsendes eine Rede, in der er an einen Tag der Befreiung von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnerte. „Diese Rede fiel aus dem Rahmen“, kommentiert Richter-Plettenberg die Worte, die ihn sehr beeindruckt hätten. „Ich schätze von Weizsäcker bis heute sehr“, ergänzt er und bezeichnet ihn sowie Johannes Rau und Friedrich Ebert (beide SPD) als politische Vorbilder.

Mitte der 90er machte Richter-Plettenberg einen Schnitt – bis dato hatte er für die Stadt Kassel mit Oberbürgermeister Hans Eichel gearbeitet, war Beamter auf Lebenszeit und lebte mit seiner Familie in einem Reihenhaus: „Ich war aber nicht angekommen“, erinnert er sich. Also zog die Familie in den Landkreis um, und er nahm ein Jura-Studium auf. „Nach drei Jahren ließ ich die Vernunft walten und ging wieder in die Kommunalverwaltung.“

Er wurde Bauamtsleiter der Gemeinde Ebsdorfergrund. „In einer kleinen Verwaltung ist man sehr nah an der Politik und den Menschen, für die man sich engagiert – das gefiel mir. Im Laufe der Jahre reifte der Entschluss, mich weiterzuentwickeln. Es war dann aber eine intuitive Entscheidung, bei der Wahl 2005 anzutreten.“

Die Hoffnung des Bürgermeisters ist es, in einer möglichen zweiten Amtszeit die Zusammenarbeit zu verbessern: „Bürger wollen vernünftige Sachentscheidungen und, dass sich die Gemeinde um wesentliche Fragen kümmert. Ansonsten wollen sie, dass Ruhe herrscht.“ Für einen Bürgermeister gelte es, langfristig zu denken, „ungefähr eine Generation im Voraus“.

Als Ziel für die Zukunft gibt er unter anderem an, die Erneuerung der Infrastruktur fortzusetzen, also Straßen, Kanäle und Wasserleitungen zu sanieren.

von Florian Lerchbacher

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