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Keine Parteipolitik in Ortsbeiräten

Bürgermeisterwahl Amöneburg Keine Parteipolitik in Ortsbeiräten

Ein Amtsinhaber, sein abgewählter Vorgänger und ein noch unbeschriebenes Blatt wollen in Amöneburg den Bürgermeisterstuhl besetzen.

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Rund 370 Zuschauer verfolgten das OP-Wahlforum in der Mehrzweckhalle Roßdorf.

Quelle: Tobias Hirsch

Roßdorf. Michael Richter-Plettenberg (parteiunabhängig), Anders Arendt (parteilos) und Jan-Gernot Wichert (CDU) stellten sich am Donnerstag den Fragen von Amöneburger Bürgern und OP-Redakteuren.

„Die Zeit läuft bei Dir ab“, ruft Ewald Mann auf das Podium. Adressat ist Anders Arendt. Ihn haben die Amöneburger im Jahr 2005 als Bürgermeister abgewählt. Jetzt will es der 36-Jährige noch mal wissen. In eineinhalb Stunden wird eine Frau vor der Mehrzweckhalle in Roßdorf über ihn sagen, dass er ihr Leid tue. Aber noch ist es nicht soweit. Arendt sitzt auf der Bühne und sortiert seine Zettel, die ihm gerade auf den Boden gefallen sind. Die Menschen im Publikum schauen ihn erwartungsvoll an. Ihre Blicke verraten: Als Bürgermeisterkandidat erwarten sie nichts von ihm. Sie sind nur neugierig auf seine nächste Antwort. Arendts Zeit ist für viele schon längst abgelaufen.

Welche Anreize wollen die Bürgermeisterkandidaten schaffen, um junge Familien in die Gemeinde zu holen, lautete eine Frage aus dem Publikum. Amtsinhaber Michael Richter-Plettenberg will „nicht nur billige Bauplätze schaffen, sondern auch für die entsprechenden Rahmenbedingungen sorgen“. Eine gute Kinderbetreuung und wohnortnahe Arbeitsplätze sind für ihn dabei wichtige Eckpunkte.

Bei der Frage, ob Ortsbeiratsmitglieder unbedingt parteipolitisch gefärbt sein müssen oder ob Gemeinschaftslisten nicht vorteilhafter seien, sind sich die Kandidaten einig: „Menschen haben das Recht, in einer Partei zu sein. Sachentscheidungen müssen aber nicht parteipolitisch gefärbt sein“, sagte Wichert. Richter-Plettenberg pflichtete seinem Herausforderer bei, während Anders Arendt noch einen draufsetzte: „Ich stehe Parteien kritisch gegenüber. Die Parteien haben zu viel Einfluss“, sagte er.

von Tobias Hirsch

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