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Bürgermeister kann Kritik aus der Bütt vertragen

Seniorennachmittag Bürgermeister kann Kritik aus der Bütt vertragen

Zum Abschluss der närrischen Kampagne feierten die Senioren aus Rauschenberg und Cölbe in Bracht einen ganzen Nachmittag lang Karneval.

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Karin Lippert (linkes Foto) meckerte in der Bütt über fehlende Radwege. Grundschüler versuchten im Sketch, ihre Lehrerin alt aussehen zu lassen. Fotos: Yanik Schick

Bracht. Mit einem auffälligen roten Hut und gut gelaunt hatte sich Bürgermeister Michael Emmerich ganz vorne in die erste Reihe des Publikums gesetzt, doch schon nach wenigen Minuten musste er einige verbale Seitenhiebe aus der Bütt einstecken. Moderatorin Karin Lippert meckerte in einer erkennbar ausgefeilten Rede über fehlende Fahrradwege, die offene Zukunft der Grundschule in Bracht und die Wasserversorgung der Waldmühle. Trotz aller Kritik verging dem Bürgermeister das Schmunzeln aber nicht. Er konterte danach seinerseits: „Wir müssen sparen noch und nöcher, selbst die Straßen haben schon Haushaltslöcher.“

Knapp 150 Gäste in der Mehrzweckhalle durften sich über diesen nicht ganz ernst gemeinten Schlagabtausch amüsieren. Es hätten dabei schon noch ein paar Senioren mehr sein können, meinte Karin Lippert. Sie ist Fachdienstleiterin der vhs Marburg-Biedenkopf, die den Karneval jährlich veranstaltet. Trotzdem freute sich Lippert über die Gäste, die sogar mit Bussen den Weg auf sich genommen hatten. „Viele kommen natürlich immer gerne, weil wir hier mehr Wortbeiträge und nicht so viele Tänze haben“, vermutete die Fachdienstleiterin. Einer dieser angesprochenen Auftritte war der Sketch von fünf Kindern aus der vierten Klasse der örtlichen Grundschule. Sie zeigten auf humorvolle Art, wie es im Schulalltag (hoffentlich nicht) zugeht. Zunächst antworten die vier Jungs in der Klasse auf verschiedene Fragen ihrer Lehrerin recht dreist: Letztere verzweifelt fast, als sie wissen möchte, was acht mal vier ergibt und als Antwort die Aussage „weniger als 40“ bekommt. Aber sie schlägt mit intelligenten Methoden zurück. Die Zuschauer in der Mehrzweckhalle zeigten sich begeistert vom Einfallsreichtum der Kinder.

Auch Hanne Vaupel brachte die Senioren mit zwei Büttenreden, bei denen sie unter anderem über „heiße Höschen“ sinnierte, zum Lachen. Das Thema Unterwäsche schien an diesem Tag irgendwie von besonderer Bedeutung zu sein, denn auch der Verein „Bracht aktiv“ beschäftigte sich im Sketch mit einer Modeschau und insbesondere mit Unterhosen. Dazu trat die Tanzgruppe desselben Vereins auf.

Für weitere Höhepunkte sorgte die Kindertanzgruppe von Diane Schütze und natürlich zum Abschluss das Männerballett des FV Bracht. Dort war sogar der langjährige Vorsitzende Heinrich Aillaud, der an diesem Tag 60 Jahre alt wurde, mit von der Partie.

von Yanik Schick

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