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Bürgermeister hilft als Rauchmelder

Seniorenkarneval Bürgermeister hilft als Rauchmelder

Seit jeher gilt Neustadt als Faschingshochburg im Landkreis. Das belegte einmal mehr der Seniorenfasching der Stadt Neustadt mit "Perlen" des närrischen Programms.

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Die Sitzungspräsidenten Jochen Schratz (Kolpingfamilie), Felicitas Trebes-Börner für die Frauengemeinschaft St. Maria, Carmen ­Cloes-Kleiner (JBO), das Kinderprinzenpaar des JBO Gianina Klug und Carlo Kappel, Sabine II. (Launer) und Jürgen I. (Ripken), ­Michael Launer (VfL) und Michaela Gies (Frauenverein) führten durch den Nachmittag. Foto: Karin Waldhüter

Neustadt. Der karnevalistische Seniorennachmittag vereinte noch einmal viele Höhepunkte der diesjährigen Neustädter Kampagne und knapp 200 Besucher erlebten dreieinhalb Stunden lang viele Auftritte. Diese zeigten, dass Neustadt im Umkreis nicht umsonst als Faschingshochburg gilt und hochkarätige Büttenredner, brillante Tänzer und Sänger hier zu Hause sind.

Sonja Stark, Seniorenbeauftragte der Stadt Neustadt, hatte gemeinsam mit den Sitzungspräsidenten der Karneval treibenden Vereine den Nachmittag vorbereitet und begrüßte auch stellvertretend für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Treffpunkts B Momberg die Besucher. Nach dem imposanten Einzug aller Repräsentanten nahmen mit Felicitas Trebes-Börner (Kfd St. Maria), Carmen Cloes-Kleiner (Jugendblasorchester), Michael Launer (VfL), Michaela Gies (Frauenverein) und Jochen Schratz (stellvertretend für Andreas­ Gnau für die Kolpingfamilie) die Sitzungspräsidenten der Karneval treibenden Vereine ihre Plätze auf der Bühne ein. Platz nahmen auch das Kinderprinzenpaar des JBO Gianina Klug und Carlo Kappel und das VfL Prinzenpaar Sabine II. und Jürgen I. Bürgermeister Thomas Groll dankte allen, die seit zwei Wochen „Frohsinn in der Stadt verbreiten“. „Vergessen sie die Sorgen, haben sie Spaß und applaudieren sie kräftig“, forderte das Stadtoberhaupt.

Hibb de Bibbs bezaubern als Froschkönige

Für närrische Stimmung im Saal und einige Schunkelrunden sorgte das Neustädter Jugendblasorchester unter der Leitung von Christoph Jarkow. Die Garde des Frauenvereins präsentierte als erste Gruppe einen perfekten Tanz, die „Hipp de Bibbs“ von der Frauengemeinschaft bezauberten mit einem märchenhaften Froschkönig-Thema, das brillante Tanzpaar vom VfL Lea Keller und Malte Bürgermeister ließ bei manchen Zuschauer den Atem stocken.

Die Majoretts des Neustädter Blasorchesters betörten das Publikum im glitzernden Fisch- und Meerjungfrauen-Kostüm, die Kolping-Sternchen flatterten als herzige Eulen über die Bühne, die Diamonds vom Frauenverein begeisterten mit einem zackigen Gardetanz, und die Kolping-Garde vereinte vor den Augen der Besucher farbenfroh die ganzen Facetten des Karnevals in einem modernen Tanz.

Dazwischen sorgten Büttenreden für viel Applaus, wie die von Simone Michel, die als Brandschützerin nicht zögerte, Bürgermeister Thomas Groll die Aufgaben eines fehlenden Rauchmelders zu übertragen. „Sei mei Gedanke noch ganz dicht?“, wollte Gabi Sack vom Treffpunkt B Momberg wissen. Und Emilia Mann und Yvonne Theißen vom Frauenverein zeigten in einem Sketch auf, dass Prophylaxe das „A“ und „O“ in der Medizin ist. Zum 55. Jubiläum stand Irene Henrich, stellvertretend für alle Ehemaligen für die Frauengemeinschaft, noch einmal in der Bütt. Denn wie es beim Recyceln halt so sei, sei sie mehrfach verwendbar, erklärte sie als „Die Frieda“ und belegte, wie unvergleichlich gut sie Humor verbreiten kann.

Fitnesstanten zeigen herabschauenden Hund

Als „ein Knappe vom Junker Hans“ stand Volker Keßler“ in der Bütt und als „Fitnesstanten“ demonstrierten Sabine Launer und Tamara Lohse den herabschauenden Hund und zeigten auf, was „Frau“ sich antut wegen der Figur.

Modell für die Welthungerhilfe will „s‘Anna“ (Marion Hill) nicht werden. „Kennt einer das Gefühl, du willst Sport machen, kaufst dir einen Hula-Hoop-Reifen und er passt“, erklärte die Vollblutkomödiantin. Die „Neustädter Gassejonge“ von der Kolpingfamilie schlüpften in ihrem musikalischen Beitrag in die Rolle als Politiker, Musiker und Normalos aus Ost und West und setzten damit das i-Tüpfelchen auf einen kurzweiligen Nachmittag.

Ehrungen

Im Verlauf des Nachmittags ehrte Felicitas Trebes-Börner Michaela Krapp, Manuela Weitzel und Kerstin Schratz für die elfjährige Mitgliedschaft im Komitee und überreichte eine Urkunde und ein Geschenk.

Aus den Händen von Junker Hans (Jakob Gnau) und den beiden Burgfräulein Leonie Apel und Marleen Spielvogel wurden die Prinzenpaare des JBO und des VfL mit dem Stadtorden ausgezeichnet.

von Karin Waldhüter

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