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Bürgerhaus ist nun echtes Aushängeschild

Erfurtshausen Bürgerhaus ist nun echtes Aushängeschild

Mehr als 10.000 Arbeitsstunden haben die Erfurtshäuser in die Sanierung ihres Bürgerhauses gesteckt und so eines der größten Eigenleistungsprojekte aller Zeiten mit Bravour umgesetzt.

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Bernd Riehl war gleichzeitig „Kopf“ der Sanierung des Bürgerhaus Erfurtshausen als auch „Mädchen für alles“. Besonders freut er sich über den neuen Gemeinschaftsraum, der endlich angemessen viel Platz bietet.

Quelle: Florian Lerchbacher

Erfurtshausen. Die Arbeiten am Bürgerhaus in Erfurtshausen sind noch in vollem Gange:

Hausmeister Wilhelm Mann steigert seinen Wert von mehr als 250 Quadratmetern verlegten Fußbodens, Norbert Riehl bastelt im Gemeinschaftsraum an Segeln, die unter der Decke hängen und für Abwechslung in der Beleuchtung sorgen, und mitten drin steht Bernd Riehl, der Kopf des Projektes, und koordiniert. Außerdem macht er darauf aufmerksam, dass eigentlich kein freiwilliger Helfer herausgehoben werden sollte:

„Das würde die Leistung der Allgemeinheit schmälern“, sagt er und freut sich, dass mehr als 110 Bürger im Alter von 15 bis 80 Jahren weit über 10.000 Arbeitsstunden in die Sanierung des Gebäudes investiert haben. Fast jeder zweite erwachsene Einwohner beteiligte sich.

„Das ist gigantisch“, kommentiert Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg und gibt zu: „Manchmal war es fast unangenehm zu sehen, was man den Leuten aufgedrückt hat.“ Vor zwei Jahren hatten er und die Stadtverordneten schließlich festgelegt, Bundes- und Landesmittel aus dem Konjunkturprogramm zusammenzuwerfen und in das langjährige Sorgenkind Bürgerhaus zu stecken.

Die rund 500.000 Euro hätten allerdings bei weitem nicht gereicht, wenn die Bürger nicht bereit gewesen wären, ihre Zeit zu opfern und zu helfen.

Nur, wenn es gar nicht anders ging – wie bei der energetischen Sanierung des Außenbereichs oder beim Anbau ans Bürgerhaus – griffen die Erfurtshäuser auf Fachfirmen zurück. Bei einigen Arbeiten hatten zwar Unternehmen die Federführung, die freiwilligen Helfer sorgten aber für Unterstützung und mithin für eine Kostensenkung.

Als Schnittstelle zwischen Bauleitung und Ehrenamtlichen fungierte die heimische Architektin Ivonne Linne – natürlich ebenfalls auf freiwilliger Basis.

Nun erstrahlt das Bürgerhaus also in neuem Glanz: Dank einer neuen Dämmung sinken die Nebenkosten, am wichtigsten für die Bürger ist jedoch der neue Gemeinschaftsraum, der im Vergleich zum früheren, verwinkelten Treffpunkt auch dank eines neuen Anbaus dreimal soviel Platz bietet.

Die Theke steht nun nicht mehr mittendrin sondern in einer Nische – die einst durch die Treppe zum Jugendraum blockiert war. Diese wiederum wurde zurückgebaut und befindet sich in einem zweiten Anbau.

von Florian Lerchbacher

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