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Bürgerhaus-Sanierung wird teurer

350000 Euro zusätzlich Bürgerhaus-Sanierung wird teurer

Die Umnutzung und energetische Sanierung des Kirchhainer Bürgerhauses und der zweite Bauabschnitt zur Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes sind die zentralen städtischen Großprojekte in diesem Jahr.

Kirchhain. In beiden Projekten gibt es Bewegung - wobei diese im Zusammenhang mit dem Kirchhainer Bürgerhaus unangenehmer Natur sind. Die ursprünglich mit 1,1 Millionen Euro veranschlagte energetische Sanierung wird erheblich teurer. Es fallen Mehrkosten in Höhe von 350000 Euro an. Das geht aus den Unterlagen für die Sitzungen zweier Kirchhainer Fachausschüsse hervor. Der heute ab 19 Uhr im Emsdorfer Gemeinschaftshaus in öffentlicher Sitzung tagende Bau-, Planungs-, Stadtsanierungs- und Dorferneuerungsausschuss hört dazu einen Sachstandsbericht der Verwaltung. Der morgen ab 18 Uhr im Sitzungsraum des Kirchhainer Jukuz zusammenkommende Haupt- und Finanzausschuss beschäftigt sich mit der Finanzierung des Mehrbedarfs.

Fertigstellung verzögert sich bis Januar 2014

In einer Beschlussvorlage des Magistrats werden die Mehrkosten aufgelistet. Statische Probleme am Dach, Brandschutz sowie erhöhte Beratungs- und Planungskosten schlagen mit je 100000 Euro zu Buche. Die restlichen 50000 Euro Mehrkosten verteilen sich auf die Errichtung und Ausstattung von Bühne und Küche.

Der planerische und bauliche Mehraufwand wirkt sich auch auf den Zeitplan aus. Um den staatlichen Zuschuss nicht zu gefährden, der finanzielle Grundlage des Projekts ist, hatte die Stadt ursprünglich das ehrgeizige Ziel verfolgt, das Haus bis zum 15. September fertiggestellt und komplett abgerechnet zu haben. In der Beschlussvorlage des Magistrats heißt es jetzt dazu: „Aufgrund der genannten Probleme entstehen zunächst ca. 350000 Euro Mehrkosten, um das Gebäude in einen funktionsfähigen Zustand zu versetzen. Zudem wird sich der Zeitplan verschieben: Es werden Arbeiten notwendig, die die Umsetzung bis zum Januar 2014 verlängern. Hinweise darauf, dass die Aufgabe des ursprünglichen Zeitplans zu einer Verfristung des wichtigen Zuschusses führen könnten, finden sich in dem Schreiben des Magistrats nicht. Die Mehrkosten will die Stadt ohne neue Schulden stemmen. Zur Finanzierung sollen Erlöse aus dem Teilverkauf des Bürgerhauses, Mittel aus dem Stadtumbau-Programm, aus Baulandumlegungen und Haushaltsreste dienen.

Nutzungskonzept fürdas Empfangsgebäude

Keine Hiobsbotschaften gibt es vom Bahnhof, zu dessen Umfeld-Neugestaltung der Bauausschuss heute ebenfalls einen Sachstandsbericht hört. Die Arbeiten am neuen Busbahnhof laufen nach dem langen Winter auf Hochtouren. Dieser ist Herzstück des zweiten Bauabschnitts und soll in diesem Jahr fertiggestellt werden.

Auch im an einem Investor verkauften Empfangsgebäude tut sich was. Noch in dieser Woche wollen der Investor und die Stadt gemeinsam das neue Nutzungskonzept für den schmucken Backsteinbau vorstellen.

von Matthias Mayer

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