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Bürger sollen von der Windkraft profitieren

Zwei Optionen Bürger sollen von der Windkraft profitieren

Noch in diesem Monat ­sollen die ersten beiden Windräder des Rauschenberger Windparks ans Netz gehen. Der Bau der Stromtrasse vom Roteküppel zum Umspannwerk in Kirchhain ist abgeschlossen.

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Mithilfe eines Krans wird ein Bauteil in 110 Metern Höhe in das im Bau befindliche Windrad ­
Nummer fünf eingebaut. Dieser Turm steht in der Gemarkung Sindersfeld. Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Damit rückt die Frage der Bürgerbeteiligung näher in den Fokus. Der Bauherr Krug Energie ist mit dem Versprechen in das Projekt im Rauschenberger Stadtwald eingestiegen, dass ein großer Teil der Wertschöpfung aus dem Windpark in Rauschenberg und Umgebung bleibt.

So wurden bei der Auftragsvergabe heimische Firmen berücksichtigt. Außerdem gründete der zur Breidenbacher Krug-Gruppe zählende Mittelständer eine eigene GmbH für den Rauschenberger Windpark in Rauschenberg. Das hat zur Folge, dass die Stadt nicht nur von den Pachteinnahmen profitiert, sondern auch 100 Prozent Gewerbesteuer kassiert - auch wenn diese wegen der anfänglich hohen Abschreibung erst nach zehn Jahren fließt.

Aber das ist noch nicht alles: Im Vertrag hat sich Krug Energie gegenüber der Stadt verpflichtet, ein Windrad zum Einstandspreis den Bürgern und der Stadt zu überlassen. Das ist eine bislang für die Region einzigartige Offerte. Stadt und Bürger können sich an einem Windrad beteiligen und von den Erlösen profitieren.

Wie Bürgermeister Michael Emmerich auf OP-Anfrage berichtete, wird Krug Energie mit Abschluss der Bauarbeiten der Stadt eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vorlegen. Je nach Ergebnis böten sich Stadt und Bürgerschaft zwei Optionen:

n Stadt und Bürger kaufen ein Windrad, profitieren von allen Erlösen, tragen aber das volle unternehmerische Risiko. Dieses Modell werde bei einem Überschuss von sieben bis acht Prozent interessant. n Krug Energie legt zusammen mit Volksbank und Sparkasse fest verzinste Sparbriefe. Diese Anlageform hat keine Risiken. Die Zusammenarbeit mit Krug Energie verläuft aus Emmerichs Sicht hervorragend. „Krug hat stets mit offenen Karten gespielt, alle Zusagen eingehalten und nie Probleme vertuscht. Das ist vorbildlich“, sagte der Bürgermeister.Am morgigen Sonntag kann die Windpark-Baustelle von 11 bis 14.30 Uhr im Stadtwald besichtigt werden.

von Matthias Mayer

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