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Bündnis will weg vom Ortsteildenken

Wohra Bündnis will weg vom Ortsteildenken

Die „Wohrataler Verhältnisse“ sind Geschichte. In der Gemeindevertretung wird nicht länger mit wechselnden Mehrheiten regiert.

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Die neue politische Führung in Wohratal mit (von links) Heiko Dawedeit (BfW), Harald Homberger (OLW), Erster Beigeordneter Oliver Mohr (OLW) und Dr. Gerhard Willmund (CDU).

Quelle: Matthias Mayer

Wohra. Dr. Gerhard Willmund, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Gemeindevertretung, sieht im Wahlergebnis den Auftrag, „das seit Jahren die Gemeinde belastende schwierige Verhältnis zwischen Halsdorf und den übrigen Ortsteilen endlich aufzubrechen.“ Dieser Konflikt sei älter als die Gemeinde.

Die Wohrataler SPD bestehe fast ausschließlich aus Halsdorfern. In den übrigen Ortsteilen gebe es den Eindruck, dass Halsdorf die ganze Gemeinde beherrsche, sagte Willmund, der selbst aus Halsdorf stammt. Prägendes Symbol dafür sei der Standort der Mittelpunktschule Wohratal, die nicht in der geografischen Mitte, sondern in Halsdorf am Rand der Großgemeinde gebaut worden sei.

Harald Homberger, Initiator für die Gründung der bei der Wahl sehr erfolgreichen Offenen Liste Wohratal (OLW) und Impulsgeber für die Gründung der Zählgemeinschaft, bedauert, dass sich die SPD nach der Kommunalwahl Koalitionsbildungen verweigert habe. „Die SPD hat klar gemacht, dass sie keine Koalition will, dass sich weiter über die Inhalte Mehrheiten in der Gemeindevertretung finden sollen“, sagte Homberger.

Das Modell habe zwar in der vergangenen Legislaturperiode ganz gut funktioniert, doch wer dauerhaft etwas erreichen wolle, müsse sich auf verlässliche Mehrheiten stützen können, erklärte er. Die OLW wolle kein Bündnis gegen Halsdorf sein, versicherte der Fraktionsvorsitzende mit Blick auf die Tatsache, dass die Liste trotz intensiver Bemühungen in Halsdorf kein Mitglied gefunden habe.

Weder die OLW noch die Zählgemeinschaft seien als Votum gegen die SPD zu verstehen. Das neue Bündnis werde mit der SPD inhaltlich zusammenarbeiten, kündigte Homberger an und ergänzte: „Die Tür steht für die SPD offen.“

von Matthias Mayer

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