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Büchner-Schule schafft höchste Stufe

Ganztagsschule Büchner-Schule schafft höchste Stufe

Das Verhältnis zwischen Stadt und Georg-Büchner-Schule (GBS) hat sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt - zur Bereicherung für alle.

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Schülerinnen widmeten sich in einem Projekt dem Thema „Wetter“.

Quelle: Privatfoto

Stadtallendorf. Schüler der GBS verlesen Gedichte bei der Verlegung der „Stolpersteine“ in Stadtallendorf, treten bei Terminen der Stadt mit Musikstücken auf, der „Winterzauber“ ist ­eine Institution. All das sind Belege für das enger gewordene Verhältnis zwischen Schule und Stadt. Ein Umstand, der Schulleiter Urban Sersch besonders freut. „Davon profitieren wir alle, diese Schule wird viel besser wahrgenommen, ist ein stärkerer Teil der Gesellschaft dieser Stadt“, fasst es Sersch zusammen.

Dabei hat sich die GBS auch intern konsequent weiterentwickelt, was auch ganz formal honoriert worden ist: Inzwischen ist die kooperative Gesamtschule in der zweitgrößten Stadt des Kreises eine von sehr wenigen, die als „Ganztagsschule Profil 3“ eingestuft ist. Darauf sei man wirklich sehr stolz, unterstreicht Sersch. Hinter der formalen Bezeichnung verbirgt sich ein sehr weit entwickeltes Konzept, das auch einer Qualitätskontrolle unterliegt, seine konsequente Umsetzung und das Vorhandensein der nötigen Voraussetzungen.

Von der Einstufung in diesem Profil hat die Schulgemeinde auch etwas „Handfestes“: Die Zahl der Betreuungsstunden ist nach oben angepasst worden auf mittlerweile 200 Stunden. Seit Mitte der 1990er-Jahre darf sich die GBS Ganztagsschule nennen und ist den Weg bis in die Gegenwart hinein ­weitergegangen.

Ein Kernelement ist die Rhythmisierung des Unterrichts in den Jahrgangsstufen 5 bis 7. Die Unterrichtsblöcke enthalten dabei sowohl Ganztagsangebote, die verpflichtend sind, wie auch Wahlangebote, zum Beispiel Arbeitsgemeinschaften. Und dort ist die Vielfalt groß. Es reicht von Schultechnik über Russisch, Breakdance, Sport, Musikangebote oder Schüleraustausch-Vorbereitung für Australien. Und es werden mehr. Dabei profitiert die Schulgemeinde immer mehr von Kooperationen, zum Beispiel mit dem TSV Eintracht Stadtallendorf oder der Feuerwehr. Hinzu kommen offene Angebote im Ganztagshaus, dort steht dann Freizeit wie auch Unterhaltung im Vordergrund.

Rhythmisierung stetig weiterentwickelt

Hinzu kommt die Möglichkeit, sich in Themenklassen je nach Neigung einzuwählen, sei es „Musik“, „Theater“ oder „Sport“, dort werden Stärken gezielt gefördert. Bei der Erkundung der Stärken will die Schule dabei helfen, wenn das nötig ist.

Integraler Bestandteil der Rhythmisierung an der GBS sind die Übungszeiten, dabei geht es um das Trainieren, selbstständig schriftliche Aufgaben zu erledigen, eben nicht nur reine Hausaufgabenbetreuung. Die Schule übernimmt zwangsläufig immer mehr Funktionen im Alltag der Schüler, die häufig bis 16 Uhr und länger ihre Zeit in der GBS verbringen. Das führt automatisch dazu, dass Eltern weniger miterleben, was ihre Kinder an Aufgaben zu erledigen haben. Das wiederum möchte die Leitung der GBS vermeiden. Lehrer animieren ihre Schützlinge vor diesem Hintergrund immer stärker, daheim auch mal erledigte Aufgaben vorzuzeigen, über Gelerntes zu berichten. „Ganztag“ heißt, eine Heimat zu geben für einen wichtigen Teil des Tages, erklärt es Sersch. Gleichwohl liegt es der Schule am Herzen, ihre Elternarbeit weiter auszubauen. Im sehr aktiven Elternbeirat habe man dabei eine hervorragende Unterstützung, heißt es aus der Schulleitung. Es gibt bereits regelmäßige offene Elternabende, noch ist der Teilnehmerkreis klein, aber engagiert.

Sersch gelingt es, das umfassende Ziel der Schule in wenigen Sätzen zusammenzufassen: „Es geht darum, Stärken zu erkennen und auszubauen und Selbstständigkeit zu erlernen.“ Dazu passt das Schulmotto „Stärken fördern, Kräfte wecken, Vielfalt gestalten, miteinander leben“.

Dass die Schüler der GBS erfolgreiche Abschlüsse schaffen, zeigt eine Zahl, die Sersch auf Nachfrage nennt: „Rund 75 Prozent aller Abgänger der Realschule wechseln in studienvorbereitende Schulformen, seien es gymnasiale Oberstufen, seien es Fachschulen.“

Damit derartige Schulkonzepte möglich sind, müssen auch die baulichen Voraussetzungen stimmen. Der Kreis als Schulträger hat in Gebäudesanierungen wie auch Erweiterungen investiert, zum Beispiel Aula und Mensa.

130 Lehrer und Betreuer arbeiten an der GBS, derzeit für rund 900 Schüler.

  • Kontakt: Eltern oder Schüler, die sich über die GBS informieren möchten, können sich gerne einen Termin im Sekretariat,Telefon 06428/4463910, geben lassen. Das gilt auch für Vereine, die Ganztagsangebote schaffen wollen; Informationen auch auf der Homepage www.gbs-stadtallendorf.de

von Michael Rinde

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