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Brunnen kostet 85000 Euro

Parlament Brunnen kostet 85000 Euro

Die zu Jahresbeginn aufgetretenen Probleme mit der Mengsberger Wasserversorgung waren nicht nur ein Ärgernis für die Bürger, sondern rissen auch ein unerwartet großes Loch in die Kasse.

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Bauhof-Vorarbeiter Jürgen Gies zeigte Anfang des Jahres eine Probe des Mengsberger „Goldwassers“.

Quelle: Archivfoto

Neustadt. Einen Ansatz von 70000 Euro hatten die Neustädter ob der Anfang des Jahres aufgetretenen Probleme noch schnell im Haushalt 2015 untergebracht. Die Sanierung des Mengsberger Brunnens fiel aber letztendlich noch teurer aus, sodass die Stadtverordneten nun den Weg freimachen mussten für eine überplanmäßige Auszahlung in Höhe von 15000 Euro. „Die Mehrkosten resultierten zu einem großen Teil aus den im Vorfeld nicht zu erwartenden Mengen an Sand, welche im Zuge der Arbeiten gefördert wurden“, erklärte Bürgermeister Thomas Groll und betonte, dass nach den eigentlichen Arbeiten noch einmal Kies nachgerutscht sei, was „nicht vorhersehbar“ gewesen sei und ein neuerliches Klarpumpen und einen weiteren Umbau der Brunnensteuerung erforderlich gemacht habe.

Teilnahme an Pilotprojekt zur Cybersicherheit

Allerdings seien die Arbeiten unabwendbar gewesen, um die Wasserversorgung Mengsbergs zu gewährleisten, sagte der Kämmerer, der die benötigten 15000 Euro aus der Stadtkasse fischte, indem er das Projekt „Hausmeisterwerkstatt und Dach“ auf das Jahr 2016 verschob.

Die Stadtverordneten stimmten diesem Ansatz ebenso einhellig zu wie dem Vorhaben, dass Neustadt an dem auf fünf Jahre ausgerichteten Pilotprojekt „Cybersicherheit in öffentlichen Verwaltungen am Beispiel der Landkreise Gießen und Marburg-Biedenkopf mit Kreiskommunen“ teilnimmt. Ziel ist es, über interkommunale Zusammenarbeit das notwendige Wissen rund um „IT-Sicherheit“ auch in kleine Kommunen zu bringen, in denen es oftmals nicht vorgehalten werden könne.

Stadt kauft „Hippo“ ein

Ein weiterer, einstimmig gefasster Beschluss besagt, dass Eckhard Sommer Ortsgerichtsschöffe von Neustadt bleibt.

Groll teilte den Stadtverordneten außerdem mit, dass die Stadt nach vergeblicher eigener Suche nun einen Vertrag mit einem Sicherheitsunternehmen abschließt, um einen neuen Hilfspolizisten zu bekommen, der den ruhenden Verkehr bewacht. Zunächst läuft der Vertrag über sechs Monate. Der „Hippo“ soll an fünf Terminen im Monat je vier Stunden lang im Einsatz sein. Hintergrund sei, dass ihn vermehrt Bürger angesprochen und die „nachlassende Parkmoral“ kritisiert hätten, so Groll.

Er berichtete des Weiteren, dass die Stadt - wie im Haushaltskonsolidierungskonzept angedacht - ihr im Familienzentrum gemachtes Hortangebot für Grundschulkinder einstelle. Dies sei möglich, weil der Landkreis sein Angebot in der Grundschule ausweite.

Zudem ist eine Korrektur fällig: Im gestrigen Bericht steht, dass Karlheinz Kurz CDU-Mitglied ist. Der Mengsberger Ortsvorsteher gehört aber natürlich der SPD an.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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