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Brücken bleiben auf Agenda

Gemeinde Wohratal Brücken bleiben auf Agenda

Gute Nachrichten für Wohratals Gemeinde­kasse, die Steuereinnahmen fallen voraussichtlich höher aus als erwartet, wenn der Trend anhält. Zugleich gab Bürgermeister Peter Hartmann einen Überblick in Sachen Brückenprobleme.

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Die Brücke über den Mühlgraben in Langendorf bleibt auf nicht absehbare Zeit dicht.

Quelle: Rinde

Wohratal. In den Mitteilungen von Bürgermeister Peter Hartmann war am Dienstagabend eine positive Nachricht enthalten. Nach den Steuereinnahmen in den ersten beiden Quartalen in diesem Jahr und entsprechenden Hochrechnungen für die verbleibenden Monate ist ein Einnahmeplus von rund 93000 Euro in Wohratal möglich.

Die Hochrechnung zeigt vor allem beim Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer und bei der Gewerbesteuer ein Plus. Welche Zahl am Ende wirklich steht, ist allerdings abhängig vom Verlauf dieses Quartals. Erst Ende Oktober ließe sich hierzu genaueres sagen, erklärte Hartmann in der Sitzung. Er machte auch gleich klar, wofür die Mehreinnahmen verwendet werden müssen: für den Abbau der Kassenkredite, sprich des „Dispokredits“ der Gemeinde.

Brücke in der Gemündener Straße bleibt gesperrt

Außerdem spielte das Thema Brücken am Rande der Sitzung eine Rolle. Wie die OP berichtete, bleibt die Brücke in der Gemündener Straße in Wohra bis auf weiteres gesperrt, die Sanierung wird weiter aufgeschoben. Grund ist die Chance, dass Wohratal doch noch in den Genuss einer Landesförderung kommen könnte.

Eine Neuigkeit gibt es bei der Brücke Mühle Langendorf. Sie wurde durch die Wurzeln der nahestehenden Esche beschädigt, die Esche ist als Naturdenkmal eingestuft. Zwischenzeitlich habe sich der Kreis bereiterklärt, die entstandenen Schäden an der Brücke zu beheben, um den Baum weiter erhalten zu können, so Hartmann.

Gemeindeverwaltung muss im Archiv recherchieren

Bei einer anderen Langendorfer Brücke, die zur Mühle führt und seit dem Sommer komplett gesperrt ist, geht es weiterhin um die Klärung der Eigentümerverhältnisse. Gehört die Brücke der Gemeinde oder dem Mühlenbetreiber? Der Städte- und Gemeindebund erklärte auf Anfrage der Gemeinde, dass der Standort der Brückenpfeiler für die Eigentumsfrage entscheidend sein dürfte. Stehen sie auf einer Gemeindeparzelle oder im Bereich des privaten Mühlgrabens?

Unabhängig davon laufen weitere Archivrecherchen in früheren Unterlagen der einstigen Gemeinde Langendorf. Hartmann machte klar, „dass wir als Gemeinde natürlich nichts sanieren, von dem wir nicht wissen, ob es uns gehört“. Es zeichnet sich ab, dass wohl ein Brückenneubau erforderlich sein wird. Die Brücke ist auch für Fußgänger gesperrt, nachdem ein Ingenieurbüro sie untersucht hatte.

von Michael Rinde

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