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Brandursache bleibt noch offen

Stadtallendorf Brandursache bleibt noch offen

In der Nacht zum Sonntag brannte es im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in Stadtallendorf. Das Haus in der Mozartstraße ist laut Polizei derzeit nicht bewohnbar. Die Betroffenen fanden Unterschlupf bei Freunden und Nachbarn.

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Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten bereiteten sich auf ihren Einsatz im verqualmten Gebäude vor. Fotos: Florian Gärtner

Stadtallendorf. Ein Hausbewohner verständigte gegen 0.35 Uhr in der Nacht zum Sonntag die Stadtallendorfer Feuerwehr. Als die Einsatzkräfte am Brandort Mozartstraße 11 eintrafen, war das Treppenhaus des Mehrfamilienhauses vollkommen verraucht. Eine Schuhablage im Erdgeschoss brannte. Sämtliche Hausbewohner standen an den Fenstern und warteten auf die Rettungskräfte. Der Feuerwehr sei es sehr schnell gelungen, das Treppenhaus so zu belüften, dass die Bewohner ins Freie geführt werden konnten, erläuterte Kreisbrandmeister Stephan Schienbein am Einsatzort gegenüber der Oberhessischen Presse.

Bewohner reagierten richtig

„Die Bewohner haben alle besonnen und richtig reagiert“, sagte Schienbein. Dennoch wurden alle 13 Bewohner vor Ort ärztlich untersucht, alle hatten Rauchgase eingeatmet. Sechs Bewohner, darunter zwei Kinder im Alter von 3 Monaten und 13 Jahren, mussten vorsorglich die Nacht zur Beobachtung in der Klinik verbringen. Die übrigen Verletzten sind nach Polizeiangaben zwischen 18 und 43 Jahren alt. Außerdem wurde ein Vogelkäfig mit zwei Wellensittichen aus einer der Wohnungen geholt. Im Einsatz waren die Stadtallendorfer Kernstadt-Feuerwehr mit rund 30 Einsatzkräften. Hinzu kamen allein drei Rettungswagen und Notärzte, der leitende Notarzt und Mitglieder des Führungsdienstes der Feuerwehren im Kreis.

 

Den eigentlichen Brand hatte die Feuerwehr in kürzester Zeit unter Kontrolle. Dennoch war die Feuerwehr bis etwa 2.30 Uhr vor Ort, um das verqualmte Gebäude vollständig zu belüften. Zwei Wohnungen im Erdgeschoss des Sechs-Parteien-Hauses waren besonders von Rauch und Ruß betroffen.

Warum genau die Schuhablage in Flammen stand, war zunächst unklar. Die Kriminalpolizei nahm umgehend die Untersuchungen auf. „Momentan ergeben sich keine Hinweise auf eine Brandstiftung“, erklärte ein Beamter des Führungs- und Lagedienstes des Polizeipräsidiums Mittelhessen am Sonntagvormittag auf Anfrage der OP. Die Bewohner durften zunächst allein aufgrund der Ermittlungen der Polizei nicht zurück in ihre Wohnungen. Sie kamen bei Freunden und Nachbarn unter, zwei Bewohner wurden seitens der Stadt in einem Hotel untergebracht. Das Gebäude sei derzeit nicht bewohnbar, teilte die Polizei außerdem am Sonntag mit. Am Montag wird ein Brandermittler die Untersuchungen fortsetzen. Aktuell geht die Polizei von einem Schaden von rund 10000 Euro im Gebäude aus.

von Michael Rinde

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